Ölsaaten: China steigert Sojaimporte

15. Juli 2020 um 10:57 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

CHICAGO/HAMBURG. Markt- und Preistrends am Vormittag mit Einschätzungen des Handels. China steigert den Sojaimport im Juli berrächtlich.Spannungen wegen chinesischer Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer.

Sojabohnen: Sojaschrot ist günstig wie selten zuvor
Der US-Sojamarkt konnte sich nach Kursverlusten leicht erholen. China importierte im Juni 11,2 Mio. mt Sojabohnen, dies waren 1,8 Mio. mt mehr als im Vormonat. Nachdem die US-Exporterwartungen nach China gewachsen waren, weil Brasiliens Markt eher überkauft erschien, hielten sich Gerüchte über höhere Abverkäufe Argentiniens. Nachdem sich der ehemalige EU-Präsident Jean-Claude Junker mit US-Präsident Donald Trump darüber geeinigt hatte, mehr US-Sojabohnen in EU-Biokraftstoffproduktion zu verarbeiten, führte der Ausbruch des Coronavirus im März zum Importeinbruch, weil der Verkehr weitestgehend ruhte. Die Importzahlen aus Brüssel bestätigten, dass bis 12. Juli mit 2.164 t nur 0,4 % der EU-Gesamtimporte von 467.304 t aus den USA stammten. Rund 89,6 Prozent der Bohnen kamen aus Brasilien.

Terminkurse -Soja (Fronttermine)

Sojabohnen (USD/bu)

883,50

0,6 %

Sojaschrot (USD/bu)

285,80

0,0 %

Sojaöl (USD/bu)

28,64

1,4 %


Sojaschrot-Kassamarkt 

Sojaschrot LP (44/7) FOB

Parität/EUR/t

7/20

8/20

9/20

10/20

Rotterdam

285,00

284,00

287,00

288,00

Hamburg

282,00

282,00

283,00

283,00

Mainz

291,00

291,00

295,00

295,00

Straubing

313,00

313,00

317,00

37,00

Quelle: Handel

Tendenz: Rotterdam -4, Hamburg -4, Mainz -4, Straubing -8


Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Saldo

Sojaöl FOB Hbg. (EUR/mt)

765

0,0 %

Rapsöl FOB Hbg. (EUR/mt)

860

0,2 %

Palmöl CIF Rott. (USD/mt)

650

4,8 %

Palmkernöl CIF Rott. (USD/mt)

645

-1,6 %

Sonnenblumenöl (USD/mt)

795

-0,3 %

Kokosöl (USD/mt)

900

2,2 %

Quelle: Handel

Raps: Einkauf schaut auf Septembertermin
Die Canola- und Rapssaat-Kurse dümpelte weiter dahin. Auftrieb gab es vom Palmöl, welches mit 2.505 Ringgit/mt um 3 % höher notierte als gestern. Der EU-Rapsimport verfehlte mit 8.902 mt den Vorjahresstand um 86 %. Rund 63 % des Importrapses kam aus Moldawien, rund 29 % aus Serbien, etwa 5,3 % aus Kanada sowie nur 0,7 % aus der Ukraine. Dabei scheinen sich die Einkäufer auf preiswertere Termine im September zu konzentrieren, wenn die neue Ernte aus Ukraine und Kanada reichlich auf den Markt drückt. Die Kassamarktprämien für den ex-Ernte-Termin bleiben trotz Einsetzens der Ernte stabil.

Terminkurse Canola/Raps (Fronttermine)

Canola (CAD/mt)

479,20

0,4 %

Raps (EUR/mt)

381,75

0,0 %

 

Terminkurse Palmöl (Fronttermine)

Palmöl (Ringgit/mt)

2.502

3,0 %



Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Rapssaat 00 (40/9/2)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB*

374,00

-3,00

Mosel FOB*

383,00

-3,00

Hamburg CIF*

381,00

-3,00

Neuss DDP*

388,00

0,00

Hamm DDP*

392,00

0,00

Mannheim DDP*

386,00

0,00

Quelle: Handel             *Preisbewertungen zur neuen Ernte

 

Rapsextraktionsschrot 00 (34/7)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Hamburg FOB*

203,00

0,00

Niederrhein FOB*

195,00

-1,00

Quelle: Handel

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Ölsaaten
22.10.2026
ISLAMABAD/NEU-DELHI. In Pakistan soll die Sesamernte 2026/2027 kleiner ausfallen als bisher erwartet. In Indien festigt gute Inlandsnachfrage die Sesampreise.
Ölsaaten
21.10.2026
SOFIA/BRÜSSEL. Logistische Herausforderungen sorgen für höhere Preise. Türkei steigert Importe aus der EU. Kasachische Sonnenblumenkerne spüren Druck durch russische Rekordernte.
Ölsaaten
21.10.2026
DALIAN/KYJIW. Die kleinere chinesische Shine-Skin-Ernte treibt den Kürbiskernmarkt nach oben, besonders EU-konforme Ware ist knapp. Steigende Produktions- und Logistikkosten verstärken den Preisdruck. In der Ukraine gewinnt der kommerzielle Kürbisanbau an Bedeutung, doch Dürre und fehlende Lagerkapazitäten bremsen die Entwicklung.
Ölsaaten
19.10.2026
OLMÜTZ. Inoffzielle Schätzungen halten eine deutlich kleinere Mohnernte für möglich. Grund sind die extrem geringen Erträge in einigen Regionen. Die Preise orientieren sich an der Nachfrage.