Kostenfrei

Indien: Die Rupie treibt Händler in den Wahnsinn

12. Mai 2017 um 10:18 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

GUJARAT. Der gestiegene Wechselkurs hat den Gewürzmarkt in Indien diese Woche an seine Grenzen getrieben.

Während zu niedrige Preise die Bauern am Rande der Verzweiflung treiben, ist es für die Exporteure derzeit sehr schwer ihre Ware ins Ausland zu verkaufen. Ein Lichtblick bietet allerdings der Mittlere Osten.

Kümmel

Kreuzkümmel hat diese Woche eine regelrechte Talfahrt hingelegt. Analysten rechnen allerdings mit einer baldigen Kehrtwende, da der Exportmarkt brummt, was die Preise in den nächsten Tagen in die Höhe treiben sollte. Andere Marktteilnehmer sind dagegen der Meinung, dass der Druck auf die Bauern zunimmt zu verkaufen, was den Preisanstieg ausbremsen dürfte. Zudem trifft zu wenig Ware im Markt ein, um die offiziellen Ernteschätzungen bestätigen zu können. Sie sind, wie es scheint, zu hoch gegriffen. Die Preise für Kreuzkümmel, Grade A, 99% Reinheit sind von 2.695 EUR/mt auf 2.603 EUR/mt FOB gesunken.

Koriander

Die zunehmenden Importe von Koriander treiben den Marktteilnehmern in Indien Sorgenfalten auf die Stirn. Die Lage ist so dramatisch, dass die NCDEX sogar die Gewinnmargen auf Verkäufe erhöht hat, um Spekulationen zu reduzieren. Zudem gehen die Vorräte an hochwertiger Ware langsam zur Neige. Die Hoffnung der indischen Händler ruhen auf den Mittleren Osten, wo die Nachfrage vor Ramadan voraussichtlich zunehmen wird. Koriander, Eagle, Split 5% notierte diese Woche auf einem Niveau von 888-901 EUR/mt FOB.

Kardamom

Aggressive Zukaufsstrategien im Norden Indiens haben die Preise für Koriander ganz schön in die Höhe getrieben. Zudem spekulieren die Bauern auf höhere Preise. Danach sieht es momentan allerdings nicht aus, denn Marktgerüchte besagen, dass die Ernte früh beginnen wird und werden voraussichtlich für erheblichen Preisdruck sorgen. Allerdings sollte die Nachfrage aus Saudi-Arabien vor Ramadan steigen, was den Sinkflug abfedern dürfte. Die Preise für Kardamom, 8 mm haben von 23.109 EUR/mt auf 23.339 EUR/mt FOB zugelegt.

Chili

Die Bauern sind verzweifelt. Obwohl die Regierung angekündigt hat 122.000 mt aufzukaufen, haben diese Maßnahmen noch nicht gegriffen, so dass die Bauern gezwungen sind zu deutlich niedrigeren Preisen zu verkaufen. Zudem lässt die Nachfrage für roten Chili zu wünschen übrig. Chili, S4, ohne Stiel notiert auf einem Niveau von 1.260-1.269 EUR/mt FOB.

Kurkuma

Die Hauptanbauregion, Andhra Pradesh, kann sich über eine exzellente Produktion freuen. Offiziellen Schätzungen zufolge werden dieses Jahr 155.000 mt geerntet. Letzte Saison waren es mit 121.000 mt deutlich weniger. Diese Freude wird derzeit allerdings von einer geringen Nachfrage überschattet, die vor allem dem Wechselkurs geschuldet ist. Die Preise für Kurkuma, Salem, Double Polished sind von 961 EUR/mt auf 952 EUR/mt FOB gesunken.

Angehängte Dateien

Dateisymbol
Preisliste

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Gewürze
15.05.2026
GUJARAT. Wöchentliches Monitoring mit aktuellen Marktinformationen aus Indien zu Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Chilischoten, Kardamom, Pfeffer und Bockshornklee sowie einer Preisliste mit über 70 Preisen zu Produkten und Rohstoffen.
Gewürze
08.05.2026
GUJARAT. Wöchentliches Monitoring mit aktuellen Marktinformationen aus Indien zu Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Chilischoten, Kardamom, Pfeffer und Bockshornklee sowie einer Preisliste mit über 70 Preisen zu Produkten und Rohstoffen.
Gewürze
30.04.2026
GUJARAT. Wöchentliches Monitoring mit aktuellen Marktinformationen aus Indien zu Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Chilischoten, Kardamom, Pfeffer und Bockshornklee sowie einer Preisliste mit über 70 Preisen zu Produkten und Rohstoffen.
Gewürze
23.04.2026
GUJARAT. Wöchentliches Monitoring mit aktuellen Marktinformationen aus Indien zu Kreuzkümmel, Chilischoten, Kardamom, Pfeffer und Bockshornklee sowie einer Preisliste mit über 70 Preisen zu Produkten und Rohstoffen.