Indien: Agrar-Experten raten zur Selbstvermarktung
19. Mai 2017 um 08:29 ,
Der AUDITOR
Zusammen mit Technikexperten sollen die Bauern Strategien zur Vermarktung entwickeln und herausfinden, durch den welcher zusätzlichen Rohstoffe sie ihren Betrieb optimieren können, so der stellvertretende Landwirtschaftsdirektor der Stadt Ludhiana.
Kreuzkümmel
Nach dem Preisanstieg halten sich die Exporteure mit dem Kauf von Kreuzkümmel im einheimischen Markt zurück, sie warten, bis sich die Preise wieder stabilisiert haben. Marktteilnehmer rechnen mit höherer Nachfrage aus China und anderen Abnehmerländern, da die Lieferungen aus der Türkei und Syrien weiterhin beschränkt sind. Die Kreuzkümmelpreie stiegen auf 2.564 EUR/mt FOB.
Koriander
Der Import einer großen Menge russischen Korianders ließ die Preise im indischen Markt sinken. Händler rechnen jetzt mit stabileren Preisen, da die Bauern ihre Ware zurückhalten, sowie mit steigenden Exportanfragen. Durch die künstliche Verknappung einheimischer Ware erhoffen sie sich höhere Gewinne. Aus den Hauptanbaugebieten Gujarat und Rajasthan wird der Markt derzeit mit neuerntiger Ware versorgt. Die Korianderpreise fielen diese Woche auf 823 EUR/mt FOB.
Kurkuma
Händler halten sich nach den letzten Preisanstiegen bei Kauf von indischem Kurkuma zurück und decken sich nur mit dem Nötigsten ein. Langsam trifft neuerntige Ware in den Märkten von Sangli, Nanded, Basmat und Duggirala ein. Entscheiden für die weitere Preisentwicklung wird sein, wie schnell die Bauern den Markt in den kommenden Wochen versorgen. Kurkuma, Finger, Salem, Double Polished legte auf 1.021 EUR/mt FOB zu.
Chilis
Die indischen Chili-Bauern haben Probleme ihre Ware zu verkaufen. Die Vorräte in den Kühlhäusern seien so groß, dass der Markt damit auch noch in der neuen Saison versorgt werden könnte, berichten Händler. Aufgrund der hohen Verfügbarkeit war auch das gestiegene Kaufinteresse für Teja und S4 Chilis nicht in der Lage, die Preise steigen zu lassen. Indische Chilis, S4, stillos halten ihr Niveau von 1.233 EUR/mt FOB.
Kardamom
Üppige Niederschläge im April begünstigen die Entwicklung der Kardamomernte. Die neue Saison soll im Juni beginnen, allerdings rechnen Marktteilnehmer mit einem früheren Erntebeginn. Käufer ziehen es daher vor, auf die neue Ernte zu warten, insbesondere da Händler die Preise in dieser Woche noch einmal angehoben haben – auf 22.870 EUR/mt FOB.
Pfeffer
Pfefferimporte aus Sri Lanka setzen den Inlandsmarkt unter Druck, die Nachfrage reicht nicht aus, um einen Gegentrend zu erzeugen. Hinzu kommt die Konkurrenz durch Importe aus Vietnam. Marktteilnehmer rechnen in nächster Zeit mit einem stabilen bis leicht fallenden Trend. Aktuell liegen die Angebote bei 8.772 EUR/mt FOB.