Indien: Bauernaufstände in Maharashtra
2. Juni 2017 um 08:52 ,
Der AUDITOR
Mehr als eine halbe Million Farmer beteiligen sich an dem Streik, bei dem es unter anderem um die Forderung nach einem Darlehnsverzicht für Landwirte geht. Sollten die Bauern länger streiken könnte es in großen Städten wie Mumbai, Thane und Nashik zu einer Verknappung von Milch, frischen Früchten, Getreide und anderen Agrarprodukten kommen.
Kreuzkümmel
Gegenüber dem Vorjahr soll die Kreuzkümmelproduktion 2016/17 gut 3% kleiner ausfallen. Aufgrund der schwachen Nachfrage blieben die Preise in dieser Woche dennoch weitestgehend stabil, im Markt von Unjha notierten sie sogar niedriger. Sobald die Exportnachfrage anzieht, wovon Marktteilnehmer fest ausgehen, können die Preise aufgrund der kleineren Ernte schnell einen Richtungswechsel einschlagen. Aktuell bewegen sich die Angebote für indischen Kreuzkümmel auf einem Niveau von 2.495 EUR/mt FOB.
Koriander
Der Preiseinbruch dieser Woche bringt die Händler, die teurer einkauften, ins Schwitzen. Es kommt ausreichend neue Ware in den Markt, wodurch sich der Verkaufsdruck auf die Bauern erhöht. Gleichzeitig halten sich ausländische Abnehmer mit Anfragen zurück. Koriander, 5% Split wird diese Woche für 727 EUR/mt FOB angeboten.
Kurkuma
In den kommenden Tagen beginnen die indischen Bauern mit der Aussaat für die neue Kurkumaproduktion. Wichtig für die Entwicklung der Ernte ist vor allem der Monsunregen. Die alte Ernte geht zur Neige und die Bauern bieten nur zögerlich zu günstigeren Preisen an, erhoffen sich dadurch aber die Verkaufszahlen ankurbeln zu können. Derzeit wird Kurkuma, Finger, Salem, Double Polished für 946 EUR/mt FOB gehandelt.
Kardamom
Die Kardamomernte konnte von den Niederschlägen profitieren und die Händler rechnen mit wachsender Exportnachfrage. Die neue Ernte wird Mitte Juni erwartet. Bereits jetzt geben die Preise allerdings nach, die Ramadan-Feiertage bremsen die Anfragen aus dem Mittleren Osten maßgeblich. Die Bauern zeigen sich Verkaufswillig und es sollte ausreichend Ware zur Verfügung stehen. Kardamom, 8 mm schloss Ende dieser Woche auf einem Niveau von 22.113 EUR/mt FOB.
Schwarzer Pfeffer
Die Verkäufer haben sich weitestgehend aus dem indischen Pfeffermarkt zurückgezogen, weshalb die Preise angezogen haben. Die erwarteten Regenfälle sollten eine positive Wirkung auf die neue Ernte haben. Die Importware, unter anderem aus Vietnam, ist deutlich günstiger als der einheimische Pfeffer, wodurch die Angebote für indischen Pfeffer für viele Käufer noch uninteressanter werden. Berichten zufolge soll der importierte Pfeffer allerdings eine geringere Dichte haben als der indische.
Chilis
Chilipreise (Chili, S4, ohne Stiel) halten weiterhin das Preisniveau der Vorwoche von 1.143 EUR/mt FOB. Die Rekordernte veranlasst die Bauern, ihre Ware schnell auf zu Markt zu werfen und die Kühlhäuser sind bis oben mit den Schoten gefüllt. Der Chili-Markt in Guntur befindet sich in der Sommerpause und bleibt noch die kommende Woche geschlossen. Danach hoffen Händler auf steigende Nachfrage und höhere Preise.