Indien: Bauern geben Gas
14. Juli 2017 um 08:22 ,
Der AUDITOR
Kreuzkümmel
In den indischen Spotmärkten stehen aufgrund der kleineren Ernte weniger Positionen Kreuzkümmel zur Verfügung. Gleichzeitig freuen sich die Händler über gesteigertes Kaufinteresse aus dem Ausland. Aus diesem Grund legten die Preise in dieser Woche zu, der Trend wird voraussichtlich auch in den nächsten Tagen anhalten. Aktuell wird Kreuzkümmel, Grade A, 99% Reinheit für 2.512 EUR/mt FOB angeboten.
Koriander
Indische Händler rechnen mit steigender Nachfrage aus dem In- und Ausland, was den Preisen Auftrieb verleihen sollte. Noch sind die Preise mit 760 EUR/mt FOB relativ günstig und vorerst reichen die Bestände aus, um die Anfragen bedienen zu können.
Kurkuma
Die Kurkumapreise blieben in dieser Woche stabil bei 1.035 EUR/mt FOB, dabei deuten die Zeichen eher auf einen steigenden Markt hin. In den Hauptanbaugebieten wurden die Anbauflächen reduziert und gute Nachfrage trifft auf geringe Verfügbarkeit in den Spotmärkten. Allerdings haben die Bauern in Telangana nach den letzten Niederschlägen doch wieder etwas größere Flächen bestellt als geplant.
Chilis
Nach wochenlanger Stagnation haben sich die Preise für indische Chilis, S4, ohne Stiel wieder etwas nach oben bewegt, aktuell liegen sie bei 1.127 EUR/mt FOB. Es kommt weniger Nachschub aus den Anbaugebieten in den Markt, weshalb sich Händler jetzt direkt in den Spotmärkten eindecken.
Kardamom
In Kerala rechnen Marktteilnehmer noch bis Anfang nächster Woche mit Niederschlägen. Das bremst die Handelsaktivität, während gleichzeitig mehr Ware aus den Ursprüngen in die Spotmärkte kommt. Das könnte einen Preisrückgang zur Folge haben. Qualitativ bessere Kardamomkapseln werden aber erst mit der zweiten Pflückung im August erwartet. Vorerst halten die Angebote für Kardamom, 8 mm das Niveau der Vorwoche von 20.595 EUR/mt FOB.
Schwarzer Pfeffer
Während indischer Pfeffer aufgrund des hohen Preises von 9.612 EUR/mt FOB nicht mit der Konkurrenz mithalten kann, bestehen Händler darauf, dass aus Vietnam importierter Pfeffer auf Pestizidrückstände geprüft wird. Es geht das Gerücht um, dass ursprünglich für die EU bestimmte Pfefferlieferungen aus Vietnam nach Indien umgeleitet wurden, nachdem sie an der Grenze zurückgewiesen worden waren.