Gewürze: Produktionsrückgang befürchtet
18. August 2017 um 10:42 ,
Der AUDITOR
Dies wird einen enormen Einfluss auf den Gewürzmarkt haben. Beispielsweise wurde diese Woche deutlich weniger Kreuzkümmel produziert. Zudem sind vor allem die Ölsaaten betroffen.
Kreuzkümmel
Aufgrund der Feiertage tendierten die Preise für Kreuzkümmel diese Woche nach unten. In den Anbaugebieten wird derzeit weniger produziert, so dass die Lager weniger gut gefüllt sind, obwohl sich bereits 70-75% der Ernte dort befindet. Die Anbaugebiete Rajasthan und Gujarat rechnen noch bis zum Wochenende mit nur kleinen Monsun Regenfällen. Kreuzkümmel, Grade A, 99% Reinheit notiert aktuell bei 2.555 EUR/mt FOB.
Koriander
Die Preise für Koriander haben diese Woche einen rasanten Sturz hingelegt. Analysten sind allerdings optimistisch, dass sich das Blatt bald wenden wird. Sie setzen auf eine höhere Nachfrage vor den Feiertagen. Zudem sollten die Vorräte an hochwertiger Ware in den nächsten Wochen langsam zur Neige gehen, was den Preisen weiteren Auftrieb verleihen kann. Die Preise for Koriander, Eagle, Split 5% sind von 677 auf 647 EUR/mt FOB gesunken.
Chilis
Die Feiertage haben den Chili Markt diese Woche quasi lahmgelegt. Es fanden kaum Handelsaktivitäten statt und viele Händler sind noch immer im Urlaub. Das Angebot ist gut. Chili, S4, ohne Stiel notiert bei 1.179 EUR/mt FOB.
Schwarzer Pfeffer
Der Markt für schwarzen Pfeffer verhält sich stabil. Markteilnehmer rechnen in den nächsten Tagen zwar mit Preisrückgängen, doch dürfte dies das Kaufinteresse seitens der Industrie befeuern. Viele müssen noch mittelfristige Kontrakte abschließen. Zudem sind die Importe aus Vietnam über Sri Lanka zurückgegangen und in Malaysia, Sri Lanka und Indonesien müssen Händler ihre Waren langsam verkaufen. Preissprünge scheinen daher nicht ausgeschlossen zu sein.
Senfsaat
Die Preise für Senfsaat haben im Wochenverlauf zugelegt. Während der Feiertagssaison ist mit einer erhöhten Nachfrage im Norden und Osten des Landes zu rechnen. Zudem gibt es Berichte über geschädigte neuerntige Ware in Lagerhallen in Gujarat und Rajasthan. Analysten rechnen mit einem seitwärts bis steigenden Trend. Senfsaat, klein, maschinengereinigt notiert bei 669 EUR/mt FOB.