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Gewürze: Indien will Agrarexporte verdreifachen

25. August 2017 um 09:34 , Der AUDITOR
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GUJARAT. Experten gehen davon aus, dass Indien seine Agrarexporte bis zum Jahr 2022 auf 100 Milliarden US-Dollar steigern kann.

Laut der Welthandelsorganisation werden jährlich Agrarerzeugnisse im Wert von 1,5 Billionen US-Dollar weltweit exportiert, Indien trägt derzeit gerade einmal 35 Milliarden US-Dollar dazu bei.

Kreuzkümmel
Das aktuell vergleichsweise hohe Preisniveau macht den Anbau von Kreuzkümmel für die indischen Gewürzbauern in diesem Jahr wieder attraktiv. Bei der bevorstehenden Aussaat im Oktober soll daher eine größere Fläche bestellt werden als bisher erwartet. Das könnte die Preise langfristig unter Druck setzen, vorerst halten Sie ihr Niveau von 2.560 EUR/mt FOB.

Koriander
Die Festivalsaison bietet für den indischen Gewürzmarkt zusätzliche Absatzmöglichkeiten, da der Verbrauch im einheimischen Markt zunimmt. Große indische Einzelhändler nehmen in dieser Zeit einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Markt. Die Exportnachfrage ist dagegen eher verhalten. Aktuell wird Koriander, Eagle, 5% Split für 645 EUR/mt angeboten.

Kurkuma
Dürftige Niederschläge in den Anbauregionen könnten die Kurkumaproduktion einschränken. Händler gehen zwar davon aus, dass das Ergebnis ähnlich wie im letzten Jahr ausfallen wird, in vereinzelten Regionen ist das Verlustrisiko allerdings größer als in anderen. Diese Woche halten die Preise ihr Niveau von 1.155 EUR/mt FOB, mit den knapper werdenden Beständen steigt die Wahrscheinlichkeit auf höhere Preise.

Chilis
Mit 6.000 ha wurden für die kommende Chiliernte im indischen Telangana bisher deutlich weniger Fläche bestellt als letztes Jahr um diese Zeit (2016: 15.000 ha). Die Nachfrage fokussiert sich derzeit auf Chilischoten der Sorte Teja, diese sind aufgrund ihrer guten Qualität und ihrer Schärfe bei den Abnehmern beliebt. Chilischoten, S4, ohne Stiel werden aktuell für 1.175 EUR/mt FOB angeboten.

Kardamom
Kardamom legte in dieser Woche auf 19.895 EUR/mt FOB zu. Die Ernte wird voraussichtlich kleiner ausfallen als erwartet und es wird vergleichsweise geringe Überhangbestände aus der letzten Ernte geben. Hinzu kommen verstärkt Anfragen aus den Hauptexportmärkten, weshalb die Preise in nächster Zeit weiter steigen sollten. 

Schwarzer Pfeffer
Üppige Niederschläge in den Anbaugebieten von Kerala und Karnataka setzen die Pfefferpreise in Indien unter Druck, woraufhin schwarzer Pfeffer, 500 g/l in dieser Woche ganze 890 EUR/mt auf 8.005 EUR/mt FOB verlor. Importware aus Konkurrenzursprüngen wird inzwischen auch in den einheimischen Spotmärkten angeboten. Indische Bauern halten ihre Ware derzeit zurück, in der Hoffnung, die Preise wieder nach oben zu treiben.  

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Preise Gewürze und Co. aus Indien

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