Weizen: Handelsverband fordert Corona-Schecks
7. Mai 2020 um 11:59 ,
Der AUDITOR
Der Weizenmarkt setzte den Aufwärtstrend fort. Dabei notierte US-Weizen in Chicago am Vormittag mit knapp 5,25 USD/Bushel um 0,7 % fester als gestern. In Paris legte der Fronttermin um 1,1 % auf 203,50 EUR/mt, am Schwarzmeer um 1,0 % auf 219,50 USD/mt zu. Bemerkenswert blieb die Preisentwicklung in Hamburg, wo B-Weizen um 2 auf 208 EUR/mt franko zulegte, sind nur noch Restmengen verfügbar, während der übrige Kassamarkt den Kursanstieg in Paris weitestgehend ignorierte, läuft der Maikontrakt bald aus. Für Termin Oktober-Dezember stieg der B-Weizen um 1 EUR/mt auf 191 EUR/mt franko Rheinland und Westfalen. Damit sind neue Erntetermin leicht angezogen. Maßgebend blieben Wetter- und Exportentwicklung. Die EU exportierte 28,8 Mio. mt Weichweizen, ein Plus von 64 % zum Vorjahr. Davon entfielen 9,8 Mio. mt auf Frankreich, rund 4,79 Mio. mt auf Rumänien und 3,8 Mio. mt auf Deutschland. Frankreichs Weizen-Feldbestände wurden auf 57 % gut bis exzellente Pflanzen gesenkt, rund 22 % schlechter als im Vorjahr. Frankreichs um 5,3 Mio. niedriger auf 34,28 Mio. mt und Deutschlands um 700.000 t auf 22,33 Mio. mt vom Handel veranschlagte Weizenernten sind Grund für festere Bewertungen am Markt.
Weizen-Kassamarkt (Fronttermin)
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B-Weizen (12/220/76) |
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Parität |
EUR/mt |
Veränd. |
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Rouen FOB |
182,00 |
0,00 |
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Creil FOB |
176,00 |
0,00 |
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Hamburg DDP |
208,00 |
2,00 |
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Westfalen DDP |
200,00 |
1,00 |
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Rheinland DDP |
200,00 |
0,00 |
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Oberrhein FOB |
191,00 |
0,00 |
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Futterweizen (72/73) |
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Parität |
EUR/mt |
Veränd. |
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Holland CIF |
200,00 |
0,00 |
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Süd-Oldenburg DDP |
200,00 |
0,00 |
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Westfalen DDP |
198,00 |
0,00 |
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Oberrhein FOB |
190,00 |
0,00 |
Quelle: Handel
Exportpreisniveau wieder angestiegen
In Europa wartet die Landwirtschaft auf mehr Regen, was in der laufenden Woche eher unwahrscheinlich ist. Auch steigen die Temperaturen bis zum Wochenende wieder an. Die Weizenpreise sind auf den Exportmärkten leicht angestiegen, da die von Russland und der Ukraine eingeführten Exportstopps das Angebot in der alten Saison verknappen könnten. Am Exportmarkt war es zuletzt ruhiger, hat gestern nur Jordanien 120.000 mt Weizen gekauft. Mit Blick auf Russlands Weizenernte werden die Gebiete Stawropol und Krasnodar wegen Niederschlagsmangel als kritisch eingestuft. In den USA liegen die Schätzungen zur Weizenernte um 3,8 % unter der Aprilprognose. Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert einen staatlichen Rettungsfonds zur Unterstützung der Branche in der Corona-Krise. Eine vollständige Wiedereröffnung aller Geschäfte bedeute für den Handel kein Ende der Probleme, betonte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Er plädiert daher für Corona-Schecks in Höhe von 500 Euro je Bundesbürger, um die Binnenkonjunktur wieder anzukurbeln.