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Vanille: Viel Luft nach unten

3. Juni 2019 um 13:04 , Der AUDITOR
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QUEBEC. Nach der Preisexplosion 2018 mit Einkaufspreisen von über 600USD/kg, befindet sich der globale Vanillemarkt in einer Umbruchphase. Obwohl die Preise dieses Jahr bereits leicht gesunken sind, gibt es Großimporteur Aust & Hachmann zufolge noch viel Spielraum nach unten.

 

Dringende Preiskorrektur gefordert

Mit Preisen, die sich derzeit um die 400 USD/kg bewegen, verzeichnet der Markt noch historische Höchststände. Allerdings ist der Preisdruck enorm. Investitionen in Anbauflächen und Qualität werden sich 2019 und 2020 bemerkbar machen und sollten für einen differenzierten Markt sorgen. Zudem ist die Nachfrage im Weltmarkt zurückgegangen.

Das aktuelle Preisniveau ist, angesichts der Produktionsaussichten im Weltmarkt kaum zu halten. Zudem ist die Nachfrage für Restprodukte, die kein Geschmack entfalten, in den letzten 12 Monaten rapide angestiegen. Ein sicheres Zeichen dafür, dass viele Verarbeiter ihre Rezepturen angepasst haben. Um einen Preiskollaps im Jahr 2020 zu vermeiden sind dringende Preiskorrekturen erforderlich.

Produktionsrückgang in Madagaskar

Genaue Produktionsschätzungen für Madagaskar werden frühestens im August/September verfügbar sein, sobald die Ernte abgeschlossen und die Schoten getrocknet werden. Dennoch sollte die Produktion kleiner ausfallen als die aktuell geschätzten 1.600-1.800 mt, die 2018 geerntet wurden. Grund ist die späte Blüteperiode. Zudem wird es die neue Regierung schwer haben die angekündigten Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung umzusetzen. Mit gezielt platzierten Gerüchten versuchen Marktteilnehmer derzeit die Preise in die Höhe zu treiben, Käufern wird geraten nicht allzu viel auf Schreckensmeldungen zu geben. Zudem wird darauf verwiesen, dass bis Ende März erst 1.200 mt der 2018er Ernte exportiert wurden und sich noch viel Rohware im Markt befindet.

In Papua-Neuguinea verbessert sich die Qualität stetig. Allerdings untergraben die Exporte von vakuumverpackten Schoten nach Indonesien die Qualität der Ware im Weltmarkt. Hier werden die Schoten oftmals weiterverarbeitet und als indonesische Ware reexportiert. Sollten die Preise zu weit sinken, wird es für Papua-Neuguinea schwer werden, sich gegen die internationale Konkurrenz zu behaupten. Indonesien überrascht in diesem Jahr mit unerwartet guten Qualitäten. Allerdings sollen 40-50 mt der Produktion aus Papua-Neuguinea stammen. In Uganda hat derweil die erste Ernte begonnen, die Haupternte findet im Herbst statt. Das Land ist zum interessanten Partner für die Industrie aufgestiegen und die Produktionsaussichten sind gut.

 

Weltweite Produktionsschätzungen 2019

Ursprung

mt

Madagaskar

<1.600-1.800

Papua-Neuguinea

150-200

Indonesien

100-125

Uganda

100-125

Komoren

<100

Mexiko

<10

Quelle: Aust & Hachmann

 

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