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Süßlupinen: Die Ölpflanzen der Zukunft?

10. Juni 2021 11:11, Der AUDITOR
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BERLIN. Der Süßlupinenanbau gewinnt in Deutschland immer mehr an Relevanz – 2021 werden die Pflanzen bereits auf 20.000 ha Ackerfläche angebaut. Noch lange nicht genug, wenn es nach der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) geht. Doch was sind die Vorteile?

Beitrag zur Bodengesundheit

Laut der UFOP stellen die Lupinen sowohl für die Natur und Umwelt als auch für die Landwirtschafft einen großen Gewinn dar. Sie sind eine Bereicherung der Fruchtfolge und tragen zur Gesunderhaltung der Böden bei. Mindestens genauso wichtig ist eine Besonderheit der Süßlupinen, die sie mit allen anderen Hülsenfrüchten gemeinsam haben. Sie leben in einer Symbiose mit sogenannten Knöllchenbakterien, die sich an den Wurzeln der Pflanzen ansiedeln. Die Süßlupinen versorgen die Bakterien über ihre Photosynthese mit lebensnotwendigen Nährstoffen. Die Bakterien wiederum sind in der Lage, Stickstoff aus der Luft zu binden und an die Pflanzen abzugeben. Dies ist mehr als eine Win-win-Situation, denn diese Symbiose spart die Gabe von Stickstoffdünger ein. Darüber hinaus verbleiben nach der Ernte stickstoffreiche Pflanzenreste auf den Feldern, die den Folgekulturen wiederum als Dünger dienen.

Ersatz für tierische Proteine

Für die Lebensmittelindustrie ist das aus Süßlupinen gewonnene Proteinisolat wegen seiner Kombination aus guten Eigenschaften und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten besonders interessant. Es schmeckt nahezu neutral, ist gut löslich und kann hervorragend als Emulgator verwendet werden, um Wasser oder Öl zu binden. Aus diesem Grund kann Lupineneiweiß problemlos tierische Proteine wie Casein, Molke oder Ei ersetzen, z. B. bei der Herstellung von veganem Eis. Aus den ganzen Samen der Süßlupinen werden ebenfalls bereits unterschiedlichste Lebensmittel hergestellt - von Lupinenschnitzeln über Brotaufstriche bis hin zu Lupinendrinks und -desserts reicht die Angebotspalette. Und für alle, die zwischendurch auf Koffein verzichten möchten, ist Lupinenkaffee eine gute Alternative mit - im wahrsten Sinne des Wortes - heimischen Wurzeln.

Kurzinfo UFOP e. V.:

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

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