Olivenöl: Türkei erwartet Rekordernte

23. Juni 2026 um 15:38 , Der AUDITOR
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IZMIR/BRÜSSEL. Die türkische Olivenernte soll in diesem Jahr einen neuen Rekord erzielen können. Das soll auch die Exporte ankurbeln. Die EU-Olivenölexporte sind in dieser Saison um 10% gesunken.

Exporte 2026/2027 sollen 1 Mrd. USD übersteigen können

Mehmet Emre Uygun, Präsident der Aegean Olive and Olive Oil Exporters Association, erklärte, dass Oliven und Olivenöl zu den wichtigen Devisenbringern der türkischen Wirtschaft zählen. Dank bewährter landwirtschaftlicher Praktiken und der harten Arbeit der Erzeuger die Olivenhaine zu erweitern, sei die Türkei in den letzten Jahren zum weltweit führenden Produzenten von Tafeloliven und zum zweitgrößten Produzenten von Olivenöl aufgestiegen ist.

Zwischen dem 1. November 2025 und dem 31. Mai 2026 beliefen sich die Exporte von Oliven und Olivenöl aus der Türkei auf insgesamt 260 Mio. USD. Aufgrund des Rückgangs der Weltmarktpreise und der Verwaltungsvorschriften für den Inlandsmarkt gingen die Exporteinnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um etwa 34% zurück. Während dieses Zeitraums konnten die Exporte von Tafeloliven mit 172,5 Mio. USD ihre starke Leistung aufrechterhalten, während die Olivenölexporte wertmäßig um 62% auf 69 Mio. USD zurückgingen.

Die Aegean Olive and Olive Oil Exporters Association gab bekannt, die türkische Olivenernte in der Saison 2026/2027 einen neuen Rekord erzielen können solle. Branchenvertreter erklärten, dass die Oliven- und Olivenölexporte somit erneut die Marke von 1 Mrd. USD überschreiten könnten, sofern dieses hohe Produktionspotenzial durch geeignete politische Maßnahmen unterstützt werde. Die Branchenvertreter betonen, dass die ununterbrochene Aufrechterhaltung der Exportkanäle entscheidend dafür sei, den erwarteten Produktüberschuss in wirtschaftlichen Erfolg umzuwandeln. So wird unter anderem berichtet, dass die Bemühungen um die Aufhebung der von der Europäischen Union gegen die Türkei verhängten Exportquote von 100 mt fortgesetzt werden. 

EU-Exporte um 10% gesunken

Bislang zeichnet sich die EU-Exportsaison 2025/2026 durch spürbare rückläufige Olivenöllieferungen aus. Zwischen dem 01.10.2025 und dem 21.06.2026 exportierte die EU insgesamt 425.801 mt Olivenöl (EU-Kategorien 1 bis 5, behandelt und unbehandelt), das entspricht einem Rückgang um 10% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Exportwert hingegen ging aufgrund günstigerer Preise um gut 22% zurück und lag bei 2,407 Mrd. EUR. Der durchschnittliche Exportpreis kam im oben genannten Zeitraum auf 5,65 EUR/kg, während er im Vorjahr noch bei 6,79 EUR/kg lag.

Mit 234.417 mt stammten rund 55% der EU-Exporte aus Spanien (+2% ggü. Vj.), es folgen Italien (-9% auf 145.783 mt), Portugal (-38% auf 28.260 mt) und Griechenland (-76% auf 4.571 mt). Knapp ein Drittel der EU-Lieferungen erfolgten mit 135.679 mt in die USA (-20% ggü. Vj.), weitere wichtige Abnehmerländer waren Großbritannien (+6% auf 41.641 mt), Brasilien (-31% auf 29.727 mt) und Südkorea (+15% auf 22.286 mt).

Derweil beliefen sich die EU-Importe im oben genannten Zeitraum auf 84.145 mt Olivenöl (+63% ggü. Vj.) im Wert von 321,256 Mio. EUR (+39% ggü. Vj.). Mit 45.621 mt stammen 56% der Lieferungen aus Tunesien, weitere 27% stammen aus Marokko, während die Türkei lediglich 418 mt Olivenöl in die EU exportierte – rund 69% weniger im Vorjahreszeitraum. 

EU-Export Olivenöl in mt

Partner

2024/25

2025/26

Diff.

Spanien

238.066

234.417

-1,5%

Italien

159.535

145.783

-8,6%

Portugal

45.328

28.260

-37,7%

Griechenland

18.920

4.571

-75,8%

Belgien

3.040

3.910

28,6%

Andere

7.840

8.860

13,0%

Gesamt

472.729

425.801

-9,9%

Quelle: DG AGRI TAXUD Customs Surveillance System, 01.10.-21.06.

15092000+15093000+15094000+15099000 Olivenöl

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