Oliven: Unwetter schädigen Ernte in Spanien

9. Februar 2026 um 14:30 , Der AUDITOR
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JAEN. Unwetter und anhaltende Niederschläge in Andalusien sorgen Ernteschäden in den spanischen Olivenhainen. Die EU-Olivenexporte sind in dieser Saison bislang um gut 11% zurückgegangen.

Ernteverluste in Andalusien

Spanischen Medienberichten zufolge haben schwere Unwetter und die anhaltenden Regenfälle in der Region Andalusien in den vergangenen Wochen erhebliche Schäden in der Landwirtschaft verursacht.

In Teilen der Region haben die Niederschläge die Ernte verzögert, so ein Sprecher des Coordinadora de Organizaciones Agrarias (COAG), da die Olivenplantagen aufgrund der durchweichten Böden nicht oder kaum begehbar waren. Je nach Provinz können sich die Verlustmeldungen unterscheiden. Insgesamt stünde noch etwa ein Drittel der ohnehin schon geringer geschätzten Olivenernte aus – und nun sollen von diesem letzten Drittel noch einmal 30-40% beschädigt worden sein. Allein in der Provinz Jaén sind Verluste von schätzungsweise 50.000 mt zu beklagen, was allein in Bezug auf die Produktion einen wirtschaftlichen Schadensumfang von rund 200 Mio. EUR bedeuten könnte, wobei Schäden an Infrastrukturen, Wasserläufen und Anbauflächen noch nicht einmal berücksichtigt sind. Derweil berichtet der örtliche Verband der Jungbauern (ASAJA), dass es im Nordosten der Region insbesondere die Bergoliven getroffen habe, hier müssen noch 20% der Ernte eingefahren werden.   

EU-Exporte sind rückläufig

Spanien ist traditionell der größte EU-Exporteur für Tafeloliven und Olivenöl. In der Saison 2024/2025 exportierte das Land 238.964 mt Tafeloliven* in Drittstaaten, das sind rund 60% der EU-Gesamtexporte von 396.692 mt im Wert von 1,218 Mio. EUR. Damit lagen die Saisonausfuhren etwas über denen des Vorjahres, während in den drei Jahren zuvor (Erntejahr 2020-2022) zwischen 400.000 und 450.000 mt Tafeloliven aus EU-Staaten in Drittländer geliefert wurden.

In der laufenden Saison 2025/2026 (01.10.2025-01.02.2026) wurden bislang 148.559 mt Tafeloliven (-11,3% ggü. Vj.) im Wert von 436,265 Mio. mt EUR (-14,5% ggü. Vj.) in Drittstaaten exportiert. Der durchschnittliche Exportpreis liegt mit 2,94 EUR/kg rund 3,6% hinter dem Vorjahrespreis von 3,05 EUR/kg. Spaniens Auslandslieferungen kommen bislang auf 98.884 mt (-7,2% ggü. Vj.), das entspricht einem Anteil von 67% an den Gesamtexporten. Die Lieferungen aus Griechenland und Portugal sind deutlich zurückgegangen, während Länder wie Italien und Belgien ihre Ausfuhren spürbar steigerten.

Rund 30,5% der EU-Ausfuhren gingen in die USA (45.258 mt), weitere große Abnehmer waren Russland (15.944 mt), Großbritannien (14.571 mt) und Saudi-Arabien (10.791 mt).    

EU-Export Oliven in mt

Partner

2024/25

2025/26

Diff.

Spanien

106.590

98.884

-7,2%

Griechenland

38.249

27.867

-27,1%

Italien

9.435

9.935

5,3%

Portugal

7.119

5.825

-18,2%

Litauen

1.276

1.263

-1,0%

Belgien

654

1.036

58,4%

Niederlande

906

1.003

10,7%

Frankreich

809

900

11,2%

Polen

1.192

570

-52,2%

Andere

1.181

1.276

8,0%

Gesamt

167.411

148.559

-11,3%

Quelle: DG AGRI TAXUD Customs Surveillance System, 01.10.-01.02.

*07099210+20019065+20057000 Oliven, frisch oder gekühlt sowie zubereitet oder haltbar gemacht

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