Erbsen und Linsen: Hohe Preise für rote Linsen
20. Mai 2026 um 11:56 ,
Der AUDITOR
Schwache Handelsaktivität bei Erbsen
Der kanadische Erbsenmarkt bleibt von verhaltener Nachfrage geprägt. Im Spotmarkt findet weiterhin nur wenig Handel statt, wobei insbesondere grüne Erbsen unter Druck stehen und das Kaufinteresse nur begrenzt vorhanden ist. Die Preise geben deshalb leicht nach. Auch bei Ahorn-Erbsen verläuft das Geschäft ruhig; einzelne Sorten lassen sich zuletzt schwerer vermarkten. Die Kontraktabschlüsse für die neue Ernte bleiben insgesamt schleppend.
Gelbe Erbsen zeigen dagegen weiterhin eine vergleichsweise stabile Entwicklung. Unterstützung kommt vor allem durch Nachfrage aus China und Indien. Die Preisentwicklung bei gelben Erbsen behauptet sich sowohl für alterntige Ware als auch für die neue Ernte weitgehend auf stabilem Niveau von etwa 8,00 CAD/bu FOB; das berichten die Experten von Rayglen Commodities.
In Saskatchewan kommt die Aussaat vor allem im Norden und Osten der Provinz langsamer voran. Sollten die Verzögerungen anhalten, könnten in diesem Jahr einzelne Anbauflächen aus der Erbsenfruchtfolge genommen werden, so Rayglen.
Verschobene Liefertermine bei Linsen
Der Linsenmarkt in Kanada zeigte sich den Marktexperten zufolge zunächst weitgehend stabil, wobei insbesondere bei grünen Linsen umfangreiche Bestände in die nächste Saison übergehen dürften. Kleine grüne Linsen konnten die Vorwochenniveaus nicht halten, während große grüne Linsen insgesamt auf einem weitgehend stabilen Niveau von etwa 0,25 CAD/lb FOB Farm gehandelt werden. Sorgen über den Monsun in Indien bremsten zwischenzeitlich den Verkauf alterntiger Ware. Gleichzeitig blieben Käufer und Verkäufer bei Geschäften für die neue Ernte über alle Qualitäten hinweg aktiv.
Inzwischen richtet sich das Interesse der Käufer verstärkt auf rote Linsen. Die Preise haben sich hier befestigt und erreichten zuletzt das höchste Niveau seit rund einem Jahr. Hintergrund sind die Befürchtungen über mögliche Ernteausfälle in Indien. Die Lieferzeiträume verschieben sich zunehmend in Richtung Ende Juli, teilweise bereits bis in den August. Mit Blick auf die Sommermonate könnte die Vermarktung alterntiger Ware schwieriger werden, so Rayglen Commodities.
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