Sojabohnen: US-Präsident Trump zwingt Schlachtbetriebe per Executive-Order zum Weiterbetrieb
29. April 2020 um 16:00 ,
Der AUDITOR
US-Sojabohnen gaben am Nachmittag um 0,5 % auf 8,28 USD/Bushel gegenüber gestern nach. Sojaschrot fiel um 1,4 %, Sojaöl stieg um 1,5 %. Zuletzt meldete das USDA einen Export von US-Sojabohnen von 108.860 mt nach Mexiko. Die Wochenexportzahlen lagen noch nicht vor. Vor allem die Situation um den US-Fleischmarkt und vieler Schließungen der Schlachtbetriebe in den USA irritierten den Handel mit Blick auf den Sojaverbrauch. Die Lage eskalierte, als die Schlachtbranche selbst zur katastrophalen Entwicklung Stellung nahm. Letzte Woche lagen die Schlachtungen bei Schweinen um 26 % und bei Rindern um 29 % unter der Vorwoche, mit ähnlichem Abstand auch zum Vorjahr. „Millionen von Schweinen, Hühnern und Rindern werden aufgrund der Schließung von Schlachthöfen eingeschläfert, was die Versorgung der Lebensmittelhändler einschränkt", sagte John Tyson, Vorsitzender von Tyson Foods. Die US-Schlachtbranche sprach gestern von 3 bis 6 Mio. Ferkeln, die eingeschläfert wurden, was sich negativ auf die Versorgung von Fleisch im Oktober und November auswirken könnte. Ferkel wären leichter zu entsorgen, als gemästete Schweine, fügte der Handel hinzu. Aufgrund dessen forderte US-Präsident Donald Trump die US-Schlachtunternehmen auf, die Fleischverarbeitungsbetriebe geöffnet zu lassen, um dies zu verhindern und die Lebensmittelversorgung zu gewährleisten. Gegenwind kam von Gewerkschaften, die mehr Sicherheitsvorkehrungen für Mitarbeiter einforderten. Angesichts der Besorgnis über Nahrungsmittelknappheit und Störungen der Lieferkette, erließ Präsident Trump eine Durchführungsverordnung, in der das Gesetz zur Verteidigungsproduktion angewendet wird, um die Lebensmittelversorgung zu gewährleisten.
Sojaschrot-Kassamarkt
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Sojaschrot LP (44/7) FOB |
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Parität/EUR/t |
5/20 |
6/20 |
7/20 |
8-10/20 |
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Rotterdam |
- |
303,00 |
292,00 |
292,00 |
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Hamburg |
311,00 |
300,00 |
289,00 |
287,00 |
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Mainz |
332,00 |
311,00 |
300,00 |
300,00 |
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Straubing |
350,00 |
329,00 |
318,00 |
318,00 |
Quelle: Handel
Regen verzögert Argentiniens Sojaernte
Während Brasiliens Farmer weiterhin vom Rückgang des Real profitierten, wodurch der Exportdruck zunahm, ging das Exportangebot bei argentinischem Sojaschrot zurück. Der Parana-River führte so wenig Wasser, dass die Schiffe nur mit Teilmengen an Sojabohnen beladen werden konnten. Dagegen hatten starke Regenfälle in Zentral-Argentinien zuletzt die Erntearbeiten der zu mehr als der Hälfte geborgenen Sojaernte unterbrochen. Insofern konzentrierte sich die Nachfrage mehr auf brasilianische und US-amerikanische Ursprünge, was dem US-Handel wegen geringerem Inlandsabsatz entgegenkommt. Die kommende US-Sojabohnenernte war laut Crop Progress Report zu 8% gesät, was über dem Mittel von 4 % lag. Bohnen wurden in Ohio zu 2 % und in Illinois zu 18 % gesät.
Pflanzenöl-Kassamarkt
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Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) |
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Parität |
Heute |
Vortag |
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Sojaöl FOB Hbg. |
680 |
700 |
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Rapsöl FOB Hbg. |
790 |
800 |
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Palmöl CIF Rott. USD |
520 |
530 |
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Sonnenblumenöl USD FOB |
725 |
730 |
Quelle: Handel