Sojabohnen: US-Markt bricht deutlich ein

22. Mai 2020 um 16:05 , Der AUDITOR
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CHICAGO. Der US-amerikanische Sojabohnenmarkt setzte spürbar nach unten, obwohl der Wochenexport recht hoch ausfiel und Importe Chinas enthielt. Schlechte Arbeitsmarktdaten und wenig Hoffnung auf schnelle wirtschaftliche Erholung in den USA drückten die Kurse ebenso, wie Chinas Ankündigung, auf eine zweite Konjunkturprognose für das zweite Halbjahr zu verzichten. Die Trump-Regierung will Handelsabkommen über Vieh-Importe einschränken. Sojaschrot tendierte etwas schwächer.

US-Sojabohnen entwickelten sich in Chicago am Nachmittag mit 8,32 USD/Bushel um 1,7 % schwächer als vor dem Feiertag Christi Himmelfahrt. Sojaschrot sank um 0,8 %, Sojaöl um 0,9 %. Der wöchentliche Export von US-Sojabohnen für 2019-20 lag zwar mit 1,205 Mio. mt um 80 % über dem vierwöchigen Mittel. Davon kaufte auch China 737.400 mt US-Sojabohnen. Für 2020-21 erreichte der Export 500.000 mt, wovon 464.000 mt auf China entfielen. Schlechte Arbeitsmarktdaten und wenig Hoffnung auf schnelle wirtschaftliche Erholung in den USA drückten jedoch die Kurse ebenso wie Chinas Ankündigung, auf eine zweite Konjunkturprognose für das zweite Halbjahr zu verzichten. Denkbar ist dort ein Null-Wachstum für 2020, mehr nicht, hieß es beim Handel. Keine Unterstützung kam vom Rohöl. Der Rohölmarkt erlebte einen Rücksetzer, sank WTI um 5,3 % auf 34,3 USD/Barrel und Brent um 6,3 % auf 32,0 USD/Barrel. In den USA stand auch der dreimonatige Wetter-Ausblick für Juni bis August im Fokus, scheint es für den Großteil der US-Anbaugebiete überwiegend warme und feuchte Bedingungen zu geben.

Sojaschrot-Kassamarkt

Sojaschrot LP (44/7) FOB

Parität/EUR/t

5/20

6/20

7/20

8-10/20

Rotterdam

-

299,00

293,00

293,00

Hamburg

299,00

296,00

290,00

288,00

Mainz

311,00

306,00

301,00

301,00

Straubing

329,00

324,00

318,00

319,00

Quelle: Handel

Trump-Regierung will Handelsabkommen über Vieh-Importe einschränken
Die für den US-Sojaverbrauch auch wichtige Entwicklung von gefrorenem Schweinefleisch lag mit 614,8 Mio. Pfund um 1,8 % und bei Rindfleisch mit 490 Mio. Pfund um 5,9 % über den Handelserwartungen. Seit Jahresbeginn um 5 % geringere Rindfleischexporte sind die Gründe. Auch deshalb erwäge US-Präsident Donald Trump, Handelsabkommen über Viehimporte in die USA zu beenden, um die US-Agrarwirtschaft zu stärken. Trump meinte, es stünden genügend Viehbestände in den USA zur Versorgung bereit. Zudem erhalten Viehbetriebe über das Coronavirus Food Assistance Programm Zuschüsse für vom 15. Januar bis 15. April verkaufte Tiere. Auch gäbe es Zuschüsse für Tierbestände, die wegen Covid19-Pandemie zwischen 16. April und 14. Mai länger gehalten wurden, pro Schwein von 35 bis 45 US-Dollar.

Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Vortag

Sojaöl FOB Hbg.

720

725

Rapsöl FOB Hbg.

827

830

Palmöl CIF Rott. USD

530

537

Sonnenblumenöl USD FOB

762

765

Quelle: Handel

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