Sojabohnen: Mehr Preisspielraum nach unten

6. April 2020 um 15:32 , Der AUDITOR
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CHICAGO. Die Sojabohnenmärkte zeigten schwächere Tendenz. Der US-Handel rechnet mit höheren Sojaendbeständen in den USA mit Blick auf den neuen WASDE-Report am kommenden Donnerstag. Auch hat das USDA die Februar-Prognose für den Soja-Crush erheblich nach unten revidiert. Die neuerlicher Prognosekorrekturen für Südamerika lassen allerdings erhebliche Zweifel über die Erhebungen aufkommen.

Der US-amerikanische Sojamarkt tendierte vor allem beim Schrot schwächer, nachdem es keine neuen Sojaimporte aus China gab und die Crush-Verarbeitungszahlen in den USA deutlich unten revidiert wurden. So korrigierte das USDA den Februar-Crush, der ursprünglich mit 181,6 Mio. Bushel gemeldet wurde und gut 11,5 % den Vormonat übertraf, auf nur 175,3 Mio. Bushel nach unten, was nur noch ein Plus von 7,6 % bedeutete. Auch revidierte das USDA die Sojaölproduktion um 3,9 % nach unten, wodurch die US-Sojaölbestände nur um 1,8 % auf 2,378 Mrd. Pfund zurückgingen. In Chicago fielen US-Sojabohnen insofern um 1,1 % auf 8,50 USD/Bushel, US-Sojaschrot brach um 2,8 % ein, Sojaöl legte dagegen um 0,4 % leicht zu. Mit Blick auf den kommenden WASDE-Report am Donnerstagabend ging der Handel von US-Sojabohnenendbeständen von 440 Mio. Bushel aus, im Vergleich zu 425 Mio. Bushel beim WASDE-Report von März. Auch die höheren Bestandserwartungen in den USA drückten die Kurse.

Sojaschrot-Kassamarkt

Sojaschrot LP (44/7) FOB

Parität/EUR/t

4/20

5/20

6-7/20

8-10/20

Rotterdam

-

-

314,00

310,00

Hamburg

353,00

341,00

315,00

307,00

Mainz

376,00

356,00

322,00

316,00

Straubing

405,00

381,00

345,00

335,00

Quelle: Handel

Argentiniens Transportprobleme lichten sich
In Argentinien hat der Export nach starkem Einbruch durch die Covid19-Pandemie wieder etwas Fahrt aufgenommen. Dabei hätte Argentinien die Transportprobleme etwas besser im Griff, hieß es beim Handel. Die Getreidebörse in Buenos Aires senkte ihre Prognose zur argentinischen Sojaernte von 52 Mio. mt auf zuletzt 49,5 Mio. mt. Das USDA ging im WASDE-Bericht von März von 54 Mio. mt dort aus. In Brasilien berichtete der Handel über einen schwächeren Real, der die Exportpreise für Sojabohnen verbilligte. Brasilien hatte trotz logistischer Probleme im März 11,64 Mio. mt Sojabohnen für den Export verladen, gut 28 % mehr als im Vorjahr. Die hohen brasilianischen Sojaexporte im März waren ein Beleg für die verbesserte Wettbewerbsfähigkeit. Auf der anderen Seite hat INTL FCStone seine Schätzung für die brasilianische Sojaernte auf nur 120,1 Mio. mt reduziert. Trockenheit in den letzten Wochen hätte auf die Erträge durchgeschlagen, hieß es. Das USDA geht aktuell dort von einer Ernte von 125 Mio. mt aus. In Westeuropa blieb Sojaschrot für vordere Termine mit 12 bis 24 EUR/mt Preisaufschlag weiterhin sehr teuer.

Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Vortag

Sojaöl FOB Hbg.

695

720

Rapsöl FOB Hbg.

772

773

Palmöl CIF Rott. USD

610

617

Sonnenblumenöl USD FOB

685

685

Quelle: Handel

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