Sojabohnen: IGC erwartet höhere Lagerbestände

4. Mai 2020 um 16:27 , Der AUDITOR
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CHICAGO. Am US-amerikanischen Sojabohnenmarkt herrschte große Unsicherheit darüber, wie stark sich die Corona-Krise auf die Futtermittelnachfrage auswirken wird. US-Präsident Donald Trump beschuldigte Chinas Regierung für die Ausbreitung des Coronavirus verantwortlich zu sein, was Befürchtungen über eine Wiederaufnahme des Handelskrieges hochkochen ließ. Der US-Sojabohnen-Crush erreichte nach NOPA-Report im März einen neuen Rekordstand.

US-Sojabohnen hielten sich am Nachmittag in Chicago nahezu unverändert bei 8,35 USD/Bushel gegenüber letztem Freitag. Auch Sojaschrot blieb nahezu stehen, Sojaöl gab um 1,8 % nach. Am US-Sojamarkt herrschte große Unsicherheit darüber, wie stark sich die Corona-Krise auf die Futtermittelnachfrage auswirken wird. Die Kroger-Supermärkte teilten mit, dass Schweine- und Rindfleisch in einigen Märkten wegen geringer Schlachtzahlen bereits rationiert werden muss, weil nach unverkäuflichen Überschüssen noch im März, Frischfleisch in den USA inzwischen knapp geworden ist. Auch geriet der Exportmarkt unter Druck, beschuldigte US-Präsident Donald Trump Chinas Regierung, für die Ausbreitung des Coronavirus verantwortlich zu sein, was Befürchtungen über eine Wiederaufnahme des Handelskrieges hochkochen ließ. Der US-Sojabohnen-Crush erreichte nach NOPA-Report im März 192,2 Mio. Bushel und lag damit über den Schätzungen des Handels von 191,5 Mio. Bushel, was den bisherigen Rekordwert von 188,8 Mio. Bushel übertraf. Die US-Sojabohnenaussaat ging mit überdurchschnittlichem Tempo voran, erwartet der Handel, dass der Sojaanbau zu 16-18 % abgeschlossen sein dürfte, gegenüber 10 % im fünfjährigen Mittel.

Sojaschrot-Kassamarkt

Sojaschrot LP (44/7) FOB

Parität/EUR/t

5/20

6/20

7/20

8-10/20

Rotterdam

-

301,00

294,00

293,00

Hamburg

309,00

298,00

291,00

289,00

Mainz

329,00

309,00

302,00

301,00

Straubing

347,00

327,00

320,00

319,00

Quelle: Handel

Brasilien legte bei Exporten kräftig zu
Im Fokus stand die neue Prognose des Internationale Getreiderates (IGC). Dabei haben die Experten ihre Schätzung zur Welt-Sojabohnenernte 2020-21 um 2 auf 364 Mio. mt leicht abgesenkt. Auch der globale Verbrauch soll um 2 auf 363 Mio. mt zurückgehen. Die Welt-Sojabohnen-Endbestände sieht der IGC bei 40 Mio. mt zur neuen Saison, im Vergleich zu 38 Mio. mt in den noch laufenden. In Argentinien geht die Sojabohnenernte mit gutem Tempo voran, am vergangenen Freitag war die Ernte zu 68 % geborgen. In Brasilien bestätigte der Verband der Getreideexporteure (ANEC), dass die brasilianischen Sojabohnenexporte im März und April Rekorde aufstellten, hauptsächlich aufgrund der Abwertung der brasilianischen Währung. Die ANEC ging davon aus, dass Brasilien im Jahr 2020 aber nur gut 73 Mio. mt Sojabohnen exportieren wird, gegenüber 76 Mio. mt im Vorjahr. Brasilien hatte bis vergangenen Freitag bereits 13,2 Mio. mt Soja exportiert hatte, die Vorschätzungen bei 12 Mio. mt gelegen hatten. Bis Ende Mai könnten noch weitere 3 Mio. mt Sojabohnen in den Export gehen, meinte Brasiliens Handel.

Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Vortag

Sojaöl FOB Hbg.

695

680

Rapsöl FOB Hbg.

795

790

Palmöl CIF Rott. USD

540

527

Sonnenblumenöl USD FOB

720

725

Quelle: Handel

 

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