Sojabohnen: Chinas Importe sind im Wochenverlauf niedriger

24. Juni 2020 um 11:47 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

HAMBURG. Der US-Sojamarkt reflektierte die im Wochenverlauf wieder etwas zugenommene Kaufzurückhaltung Chinas in den USA. Dabei muss sich zeigen, ob China die höhere Bevorratung durchhält, nicht zuletzt durch wieder gestiegene COvid19-Infektionen in den USA, Südamerika und auch Asien. Viele Länder haben höhere Lagerbestände aufgebaut und beobachten akribisch die Pandemie-Lage.

Der US-amerikanische Sojamarkt zeigte am Morgen wenig Kursbewegung bei den Bohnen und Schrot, aber Sojaöl gab nach. In Hamburg gab Sojaschrot vorne um 3 EUR/mt nach, der Kursverlauf in Rotterdam und Mainz blieb dagegen ziemlich stabil. Sojaöl gab in Hamburg laut Handel um 1,4 % nach. Gestern meldete das USDA erste Sojabohnenexporte diese Woche von 132.000 mt nach China. Dennoch überwiegt im Markt viel Unsicherheit darüber, wie sich die Geschäfte in den nächsten Monaten nach China weiter entwickeln werden. Der Corona-Virus breitet sich weiter ungehindert in der Welt aus. Die politischen Spannungen zwischen den Regierungen in den Washington und Peking sind nicht geringer geworden. Viele Experten gehen davon aus, dass China seine Sojaimporte wegen der drohenden zweiten Pandemiewelle erhöhen wird. Das spricht für stabile bis steigende Sojapreise. Die US-Exportinspektion lag mit 254.929 mt Sojabohnen um 40 % unter der Vorwoche.

Terminkurse -Soja (Fronttermine)

Sojabohnen (USD/bu)

876,00

0,0 %

Sojaschrot (USD/bu)

287,00

-0,3 %

Sojaöl (USD/bu)

28,01

-0,9 %


Sojaschrot-Kassamarkt 

Sojaschrot LP (44/7) FOB

Parität/EUR/t

7/20

8/20

9/20

10/20

Rotterdam

289,00

289,00

290,00

290,00

Hamburg

285,00

284,00

286,00

286,00

Mainz

298,00

297,00

298,00

298,00

Straubing

319,00

319,00

317,00

319,00

Quelle: Handel

Tendenz: Rotterdam 0, Hamburg -3, Mainz -0, Straubing 0

Schwierige Absatzlage am deutschen Schweinemarkt
Laut Handel könnten die brasilianischen Soja-Exporte im Juni mit 12,6 Mio. mt unterhalb der früher angepeilten Marke von 13 Mio. mt bleiben. Das geht aus einer Analyse von Schiffsdaten hervor, hieß es. In Argentinien wurden im Mai 1,2 % mehr Sojabohnen verarbeitet, weil die Exporte zurückgingen. In Deutschland belasten zunehmende Absatzrisiken am Schweinemarkt den Futtermittelsektor. Deutschlands größter Schlachtbetrieb der Firma Tönnies bleibt zunächst gesperrt und für den gesamten Landkreis Gütersloh sowie Warendorf wurde ein Lockdown bis zum 30. Juni. verfügt. Gut 20.000 Schweine pro Tag müssen umdisponiert werden. Der Schweinefleischpreis sank weiter um 1 Cent auf 1,69 EUR/kg SG.


Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Saldo

Sojaöl FOB Hbg. (EUR/mt)

750

-1,4 %

Rapsöl FOB Hbg. (EUR/mt)

870

0,0 %

Palmöl CIF Rott. (USD/mt)

632

0,3 %

Palmkernöl CIF Rott. (USD/mt)

655

-4,4 %

Sonnenblumenöl (USD/mt)

805

0,0 %

Kokosöl (USD/mt)

920

0,5 %

Quelle: Handel

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Ölsaaten
02.07.2026
OTTAWA/BRÜSSEL. In Kanada kam es bei der Leinsaataussaat zu Verzögerungen. Kleinere Anbauflächen als erwartet sind die Folge. EU-Länder haben in der Saison 2025/2026 mehr als 680.000 mt Leinsaat importiert.
Ölsaaten
02.07.2026
NEU-DELHI/BRÜSSEL. Im Juli wird einer weiterer Sesam-Tender erwartet. Das wirkt sich auf die Preise aus. Indiens Exporte sind gegenüber dem Vorjahr gesunken.
Ölsaaten
01.07.2026
OTTAWA. Statistics Canada hat die Anbauprognose für die Aussaat 2026/2027 um 23% reduziert. Niederschläge sorgen für eine positive Entwicklung der Pflanzen. EU-Länder haben ihre Importe 2026/2027 um 4% gesteigert.
Ölsaaten
01.07.2026
DALIAN. Da mittlerweile kaum noch EU-konforme Ware verfügbar ist, richtet sich der Blick zunehmend auf die Entwicklung der neuen Kürbiskernernte. Vor allem die Erträge werden sich als entscheidend für die Preisentwicklung herausstellen.