Sojabohnen: China verlangt Zertifikate für Corona-Virusfreie Sojabohnen

25. Juni 2020 um 10:25 , Der AUDITOR
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HAMBURG. Der US-Sojamarkt zeigte am Morgen deutliche Schwächetendenzen. Mit Spannung wird erwartet, wie der US- und südamerikanische Exporthandel auf die Forderung Chinas reagieren wird, bei Lieferung Nachweise für Corona-freie Sojabohnen einzufordern. Dabei bleibt auch die Exportentwicklung in Südamerika hochspannend.

Der US-amerikanische Sojamarkt zeigte am Morgen einige Schwächetendenzen. Dem US-Handel fehlten neue Exportkäufe nach China, außer den 132.000 mt am Dienstag gab es keine Nachfrage Pekings. Dafür schraubte das Reich der Mitte die Hygiene-Anforderungen hoch. Chinas Sojabohnenkäufer verlangen von US-amerikanischen, kanadischen und brasilianischen Exporteuren offenbar Zertifikate dafür, dass ihre Sojabohnenladungen frei von Corona-Viren sind, hieß es aus US-Brokerkreisen. China wehrt sich vehement gegen eine zweite Infektionswelle, hat deshalb auch den Schweinefleischimport vom größten Schlachthof-Betreiber Deutschlands, der Firma Tönnies, gestoppt, bevor der Standort in Rheda-Wiedenbrück schließen musste.

Terminkurse -Soja (Fronttermine)

Sojabohnen (USD/bu)

869,75

-0,8 %

Sojaschrot (USD/bu)

287,00

0,1 %

Sojaöl (USD/bu)

27,50

-1,9 %


Sojaschrot-Kassamarkt 

Sojaschrot LP (44/7) FOB

Parität/EUR/t

7/20

8/20

9/20

10/20

Rotterdam

289,00

289,00

290,00

290,00

Hamburg

283,00

283,00

284,00

284,00

Mainz

297,00

297,00

296,00

296,00

Straubing

319,00

319,00

317,00

319,00

Quelle: Handel

Tendenz: Rotterdam 0, Hamburg -2, Mainz -1, Straubing 0

China bremst Sojaimporte ab
China scheint auch die Sojaimporte aus Brasilien und Argentinien abgebremst zu haben. Der brasilianische Getreideexportverband Anec hat seine Exportprognose für Juni von 13,0 auf jetzt 12,6 Millionen Tonnen gesenkt. Ähnliches ging bereits aus einer Analyse von Schiffsdaten hervor. Der Export im Juni letzten Jahres belief sich auf 9,1 Mio t. Die brasilianischen Exporte gingen von 11,6 im März 2020 auf 16,3 Mio t im April hoch und wiederum auf 15,5 Mio t im Mai zurück. In Argentinien wurden im Mai 1,2 Prozent mehr Sojabohnen verarbeitet als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Handel erklärte dies mit sinkendem Export, wodurch den heimischen Verarbeitern mehr Bohnen zur Verfügung standen.


Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Saldo

Sojaöl FOB Hbg. (EUR/mt)

750

-1,4 %

Rapsöl FOB Hbg. (EUR/mt)

870

0,0 %

Palmöl CIF Rott. (USD/mt)

632

0,3 %

Palmkernöl CIF Rott. (USD/mt)

655

-4,4 %

Sonnenblumenöl (USD/mt)

805

0,0 %

Kokosöl (USD/mt)

920

0,5 %

Quelle: Handel

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