Sojabohnen: Brasilien steuert auf Rekordergebnis beim Sojaexport im Mai zu

27. Mai 2020 um 16:34 , Der AUDITOR
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CHICAGO. Der US-amerikanische Sojabohnenmarkt legte erneut zu. Brasilien dürfte im Mai die Exportmenge von fast 10 Mio. mt erreichen. Das USDA meldete einen Sojaschrotexport in das Krisengebiet auf den Philippinen, wo die Bevölkerung aktuell mit den Auswirkungen von Taifun „Ambo“ zurechtkommen muss. In Indien müssen sich die Farmer mit dem Zyklon Amphan und einer beginnenden Heuschreckenplage auseinandersetzten. Ukrainische Exporteure erhalten beim Verkauf von Soja, Raps und Sonnenblumen, unabhängig davon, ob sie als Farmer, Händler oder Verarbeiter diese Ölsaaten exportieren, die Mehrwertsteuer zurück.

US-Sojabohnen legten in Chicago am Nachmittag um 1,1 % auf 8,50 USD/Bushel gegenüber gestern zu. Sojaschrot sank um 0,7 %, Sojaöl stieg um 2,2 %.Die US-Sojabohnen-Aussaat war zu 65 % abgeschlossen, was unter der Handelserwartung lag, aber 10 % über dem vierjährigen Mittel blieb. Das USDA meldete einen Sojaschrotexport von 138.000 mt in das Krisengebiet auf den Philippinen, wo die Bevölkerung aktuell mit den Auswirkungen von Taifun „Ambo“ zurechtkommen muss. Der Berater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, sagte, US-Präsident Donald Trump sei über die Verbreitung des Coronavirus und anderen Angelegenheiten so verärgert über Peking, dass das Handelsabkommen mit China an Stellenwert verloren hätte. Im Fokus stand auch die Exportentwicklung Brasiliens. Brasilien hat im April mit 5,939 Mio. mt gut 2,6 % mehr Sojabohnen nach China verschifft als im gleichen Vorjahreszeitraum. Noch gab es keine offiziellen Exportzahlen aus Brasilien für Mai, aber der Handel rechnet mit einer Menge von bis zu 10 Mio. mt. Fraglich ist jedoch, wie lange dieses Tempo beibehalten werden kann. Bis zur Monatsmitte stützte ein niedriger brasilianischer Real den Export, danach legte der Real gegenüber dem US-Dollar wieder kräftig zu.  

Sojaschrot-Kassamarkt

Sojaschrot LP (44/7) FOB

Parität/EUR/t

6/20

7/20

8/20

9-10/20

Rotterdam

-

296,00

294,00

295,00

Hamburg

295,00

29100

290,00

290,00

Mainz

308,00

304,00

303,00

303,00

Straubing

328,00

323,00

322,00

322,00

Quelle: Handel

Indien wegen Heuschreckenplage im Fokus
In Indien müssen sich die Farmer mit dem Zyklon Amphan und einer beginnenden Heuschreckenplage auseinandersetzten. Experten warnen vor erheblichen Ernteverlusten, wenn die Behörden die sich schnell ausbreitenden Schwärme bis Juni nicht eindämmen können, bevor der Monsunregen die Aussaat von Reis, Zuckerrohr, Mais, Baumwolle und Sojabohnen begrenzt. Laut Regierungsbehörden hat sich die Plage auf sieben indische Bundesstaaten ausgedehnt. Dies könnte dazu führen, dass Indien mehr Sojabohnen importieren muss. In der Ukraine trat das Gesetz Nr. 466-VIII in Kraft, mit dem die Mehrwertsteuer-Änderungen von 2018 wieder rückgängig gemacht wurden. Jetzt erhalten ukrainische Exporteure beim Verkauf von Soja, Raps und Sonnenblumen, unabhängig davon, ob sie als Farmer, Händler oder Verarbeiter diese Ölsaaten exportieren, die Mehrwertsteuer zurück. Weil diese Entscheidung zu spät fiel, haben die ukrainischen Anbauer den Sojabohnen-Anbau von 1,4 Mio. ha geplanter Fläche auf nur 1,25 Mio. ha vermindert, während im Vorjahr noch gut 1,6 Mio. ha, gesät wurden.

Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Vortag

Sojaöl FOB Hbg.

725

720

Rapsöl FOB Hbg.

831

827

Palmöl CIF Rott. USD

530

530

Sonnenblumenöl USD FOB

765

765

Quelle: Handel

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