Sojabohnen: Brasilien senkt Exportprognose

16. August 2019 um 13:07 , Der AUDITOR
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CHICAGO. In den USA zeigte der USDA-Exportreport große Verschiebungen von Sojaimporten auf die nächste Ernte. Argentiniens Peso legte etwas zu und stabilisierte leicht den Exportpreis. Brasilien senkt seine Exportprognose für Sojabohnen. In Hamburg ging es bei Sojaschrot abwärts.

In den USA verlor der Fronttermin in Chicago heute Vormittag um 6 US-Dollar auf knapp 8,64 US-Dollar je Bushel. Sojaschrot gab um 2 US-Dollar auf 293,50 US-Dollar je short tons nach. Der USDA-Exportbericht lieferte ein zweischneidiges Ergebnis, mit nur 109.878 mt aus der alten Ernte, was auf Stornierungen Chinas in Höhe von 422.658 mt zurückzuführen war und 817.359 mt aus der neuen Ernte, was zweieinhalbmal so viel wie in der Vorwoche und 3 Prozent mehr als vor einem Jahr darstellte. Für einen großen Teil dieser Menge werden unbekannte Destinationen angegeben. Analysten vermuten einen Zusammenhang mit den chinesischen Stornierungen. Der NOPA-Report fiel entgegen der Erwartungen des Handels im Juli mit 168,09 Mio. Bushel US-Sojabohnenverarbeitung deutlich besser aus als erwartet. Das Ergebnis war 12,9 % höher als im Vormonat und um 0,21 % größer als im Vorjahr. Die US-Sojaölbestände sanken vom 1. Juni bis zum 8. August um 4,46 % auf 467 Milliarden Pound. Das war laut Brugler Marketing & Management ein Rekordeinbruch, der den Sojaölpreis hoch katapultierte. Noch ein interessanter Aspekt: China kaufte angeblich in der Vorwoche 10.000 mt US-Schweinefleisch, was nahezu der Hälfte der US-Schweinefleischexporte entsprach, obwohl Peking angekündigt hatte, vorerst keine US-Agrarprodukte zu kaufen. US-Broker hörten, dass Pekings Regierung hoffe, die USA in Handelsfragen auf halbem Wege zu treffen, gab es dazu Äußerungen Chinas Außenministeriums.

Spannend bleibt die Entwicklung in Südamerika. Argentiniens Peso legte wieder etwas zu, was den Exportmarkt auch in den USA leicht unterstützte. Brasilien wird laut Prognosen von CONAB in 2019/20 nur 70 Mio. mt Sojabohnen exportieren, das sind 2 Mio. mt weniger als bei der Juli-Prognose. Damit bestätigt sich die geringere Exportverfügbarkeit bei Sojabohnen Brasiliens. Bei Exporten von 7-8 Mio. mt pro Monat wären die Vorräte im November erschöpft.

In Deutschland sank Sojaschrot LP in Hamburg für vordere Termine auf 280 EUR/mt, in Rotterdam auf 289 EUR und in Mainz auf 293 EUR/mt EX Works Ölmühle. HP-Ware kostete um 23- 25 EUR je mt mehr.

 

Sojaschrot-Kassamarkt

Sojaschrot LP (44/7) FOB

Parität/EUR/t

8/19

9/19

10/19

11/19

Rotterdam

289,00

289,00

288,00

289,00

Hamburg

280,00

280,00

280,00

284,00

Mainz

293,00

293,00

294,00

295,00

Straubing

-

-

-

-

 

Welt-Sojabohnenernte 2019-20 (Prognose)

Welt-Sojabohnenernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

USA

100.160

123.700

Argentinien

53.000

56.000

Brasilien

123.000

117.000

China

17.000

15.900

Indien

10.900

11.500

EU-28

2.780

2.704

Welt

341.830

362.850

 

Quelle: USDA, EU-Kommission u. a.

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