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Schwarzer Pfeffer: Panikverkäufe in Vietnam

11. April 2017 um 11:38 , Der AUDITOR
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HANOI. Marktteilnehmer sind überrascht. Panikverkäufe haben im März zu einem rapiden Preisverfall geführt.

Streit mit Indien

Der Tiefpunkt wurde Anfang März mit 4.400 USD/mt FOB für 500 GL erreicht. Inzwischen sind sie, durch Zukäufe der Exporteure, wieder auf 5.100 USD/mt FOB angestiegen. Das kurzeitig in Indien verhängte Importverbot für vietnamesischen Pfeffer hatte den Markt in helle Aufruhr versetzt und zu Panikverkäufen geführt. Das Embargo wurde als Antwort auf Vietnams Importstopp für Pfeffer aus Indien verhängt, aber auf Druck der Exporteure wieder ausgesetzt.

Kaum ernst zu nehmende Konkurrenz für Vietnam

Kurzfristige Deckungskäufe könnten den Markt in Vietnam stützen. Für die Abnehmer werden die Preise in Vietnam vor allem attraktiv, wenn sie um 200-300 USD/mt fallen sollten. In Indien sind die Preise mit aktuell 10.000 US/mt FOB für schwarzen Pfeffer, 500 GL noch viel zu hoch um wettbewerbsfähig zu sein. Allerdings übt hier die neue Ernte massiven Preisdruck aus. In Indonesien mögen die Preise zwar stabil sein, doch liegen sie höher als in Vietnam. Zudem werden Käufer aus der EU wegen zu hoher Pestizidrückstände abgeschreckt. Einzig Brasilien bietet für Abnehmer aus den USA und der EU eine ernst zu nehmende Alternative an. Auch wenn das Preisniveau für schwarzen Pfeffer B1 mit 5.400-5.500 USD/mt FOB etwas teurer ist als in Vietnam.

Schwarzer Pfeffer 500 GL und B1

Land

USD/mt

EUR/mt

Vietnam

5.100

4.817

Brasilien

5.400

5.100

Indien

10.000

9.445

FOB Preise


Großes Rätselraten

In Vietnam hat das große Rätselraten um die Ernte begonnen. Offizielle Schätzungen liegen nicht vor. Obwohl manche Marktteilnehmer mit einer Ernte von 225.000-250.000 mt rechnen, beruhen sie eher auf Erfahrung und Vermutungen als auf Fakten. Dies kann in Kombination mit den guten Produktionsaussichten in Sri Lanka und Indonesien und den Überhangbeständen in Brasilien für erheblichen Preisdruck sorgen.

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