Safran: Covid-19 gefährdet Monopol
30. Juni 2020 um 13:02 ,
Der AUDITOR
Safran: Covid-19 gefährdet Monopol
TEHERAN. Der Safranmarkt im Iran leidet immer noch unter den Auswirkungen der Coronavirus-Krise. Marktteilnehmer meinen, dass die Situation so schlimm ist, dass die Position des Iran als weltweit führender Produzent auf dem Spiel steht, ebenso wie sein Monopol auf dem Exportmarkt.
Keine Belebung der Exporte
Die Safranexporte sind seit dem Ausbruch der Pandemie im März im Wesentlichen zum Erliegen gekommen. Das Problem ist, dass das Virus nicht nur den Iran, sondern alle 47 Exportziele befallen hat. Die Exportabwicklung läuft alles andere als reibungslos. Selbst schon im März gekaufter Safran verbleibt entweder beim Zoll, wo er in Lagerhäusern aufbewahrt wird, oder bei den Exporteuren. Auch die ausländischen Kunden haben ihre Abrufe wegen des Virus verschoben, was bedeutet, dass die Lieferanten höhere Lagerkosten zahlen müssen. Marktteilnehmer schätzen, dass die Exporte im Frühjahr 2020 bestenfalls um rund 80% gegenüber dem letzten Jahr eingebrochen sind. Ursprünglich wurde erwartet, dass sich die Exporte zwischen März 2019 und März 2020 auf 310 mt belaufen würden. Aufgrund des Ausbruchs des Virus wurden jedoch nur 280 metrische Tonnen nach Übersee verschifft.
Illegaler Schmuggel kann für den Markt ein Todesurteil bedeuten
Der Iran hat im Grunde ein Monopol auf dem Weltmarkt, da es unmöglich ist, Safran zu kaufen, der nicht aus dem Land stammt. Die Händler sind daher zunehmend besorgt über den illegalen Schmuggel von Safrankrokus-Blumenzwiebeln ins benachbarte Afghanistan. Es werden Forderungen an die Regierung laut, einzugreifen und überschüssige Zwiebeln von den Bauern zu kaufen. Obwohl dieses Problem schon seit einiger Zeit Anlass zur Sorge gibt, hat die Corona-Krise seine Dringlichkeit noch verstärkt. Das Problem ist, dass die Bauern stark betroffen sind. Nicht nur sind die Safranpreise gesunken, sondern die Bauern haben sich auch über Monate hinweg verschuldet, so dass viele im nächsten Jahr kein Interesse mehr am Safrananbau haben werden. Die Haupterzeugerprovinzen Süd-Khorasan, Khorasan Razavi und Isfahan sind besonders stark betroffen. Die Händler sind davon überzeugt, dass die Position des Iran als weltweit führender Produzent auf dem Spiel steht.
Endlich sinken die Preise
Nicht nur sind die Exporte ins Stocken geraten, der iranische Rial hat zusätzlich an Wert verloren. Dies hat schließlich zu einem Preisrückgang von 0,20-0,30 EUR/kg in den letzten zwei Wochen geführt. In den vorangegangenen Wochen waren die Preise dagegen überraschend stabil geblieben.
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Safran, Premium-Qualität, Iran |
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Sorte |
EUR/kg* |
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Bunch, Dasteh |
390 |
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Poushal |
450 |
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All Red Sargol |
486 |
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Negin |
588 |
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FOB Iran |
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*Bitte beachten Sie, dass diese Preise für ein Abnahmemenge von 10 kg gelten. Bei höheren Volumen können die Preise günstiger sein.
Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart Safran, getrocknet, Negin, Iran
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