Raps: USDA erwartet höhere Welternte

13. Mai 2020 um 17:12 , Der AUDITOR
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HAMBURG. Die Märkte für Canola tendierten eher zur Schwäche. In Paris geriet Raps wegen bearisher USDA-Schätzungen im Mai und wenig Unterstützung vom Rohöl und auch vom Palmölmarkt unter Druck. In Kanada stützte die verzögerte Aussaat den Canola-Markt. Die Kassamärkte tendierten in Frankreich und Deutschland heute leicht gegenläufig.

Canola konnte sich am Nachmittag um 0,4 % weiter auf 472,10 CAD/mt befestigen. Raps gab dagegen um 0,9 % auf 367,50 EUR/mt nach. Das USDA veranschlagte die kommende Welt-Rapssaaternte mit 70,79 Mio. mt um 3,7 höher als im Vorjahr. Die höhere Menge resultiert hauptsächlich aus höheren Ernten in Kanada und Australien. Kanadas Canola-Ernte steigt danach um 4,7 % auf 19,9 Mio. mt. Die EU-Ernte sieht das USDA mit 17 Mio.mt nur knapp 200.000 to höher als im Vorjahr. Die ukrainische Rapseernte soll trotz Trockenheit um 0,3 bis 0,4 Mio. mt über das Vorjahresergebnis hinausgehen, sagte der Handel. Der Rapsverbrauch wurde vom USDA mit 69,91 Mio. mt um 0,6 % niedriger veranschlagt, wodurch die globalen Rapsendbestände von knapp 6,47 auf 7,06 Mio. mt zulegen sollen. In der EU dürfte der Rapsverbrauch von 23,43 auf 23,10 Mio. mt leicht sinken, wird weniger Biodiesel gebraucht. Die EU-Rapsbestände sieht das USDA bei nur noch 668.000 mt Ende 2020-21, gegenüber 788.000 mt zum Ende der laufenden Saison. In Kanada sah der Handel zunächst den Saatenrückstand bei Canola, der für leicht festeren Kurs sorgte.

Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Raps 00 (40/9/2)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

368,00

-3,00

Mosel FOB

373,00

-1,00

Hamburg CIF

362,00

2,00

Neuss DDP

378,00

2,00

Hamm DDP

385,00

3,00

Mannheim DDP

381,00

2,00

Quelle: Handel

Rohöl und Palmöl lieferten wenig Impulse
Vom Rohölmarkt kam erneut wenig Unterstützung für Raps und Biodiesel. Saudi-Arabien hatte mitgeteilt, den Rohölausstoß im Juni nochmals um 1 Mio. Barrel/Tag zu verringern. Kuwait und die VAE schlossen sich mit kleinem Beitrag an. Die Produktionskürzungen dürften mittelfristig zwar wirken, aber die kurzfristige Situation bleibt weiterhin überversorgt, hieß es beim Handel. In Westeuropa blieb die Nachfrage bei Raps unverändert ruhig. Laut MPOB stieg die malaysische Palmenproduktion im vergangenen Monat erneut um mehr als 200.000 mt auf 1,65 Mio. mt, einem Niveau, das dem Vorjahr entspricht. Der Palmölbestand Malaysias stieg auf 2,05 Mio. mt, den höchsten Stand seit letztem November. Der Juli-Kontrakt legte in Kuala Lumpur allerdings um 38 auf 2.032 Ringgit zu.

Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Vortag

Sojaöl FOB Hbg.

685

685

Rapsöl FOB Hbg.

823

825

Palmöl CIF Rott. USD

520

525

Sonnenblumenöl USD FOB

735

730

Quelle: Handel

 

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