Raps: Unterstützung durch Soja und Euro

20. März 2020 um 15:19 , Der AUDITOR
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HAMBURG. Die Märkte für Canola und Raps konnten sich weiter befestigen. Unterstützung lieferte ein festerer Kursverlauf bei US-Sojabohnen in Chicago. Rückenwind bekam der Markt schlechthin von umfangreichen Konjunkturprogrammen in den USA und auch in der EU. In Frankreich sprach der Handel jedoch von massiven logistischen Problemen im LKW- und Schienenverkehr.

Der Raps- und Canolamarkt profitierte vom Anstieg bei Sojabohnen in Chicago. Den Kauf von 120.000 mt US-Sojabohnen, 750.000 mt Mais und 340.000 mt Weizen Chinas feierte der US-Handel glatt als Comeback für den Phase-1-Deal. Die Coronavirus-Pandemie scheint sich in China zu stabilisieren, der US-Handel rechnet mit steigenden Soja-Exporten nach China. Dies dürfte auch Canola und Raps wieder nach oben unterstützen. Rückenwind bekam der Markt  von umfangreichen Konjunkturprogrammen in den USA und in der EU. Der Dow Jones zeigte am Nachmittag ein Plus von 1,81 %, der DAX stieg um 4,8 %. Leichte Unterstützung kam auch vom malaysischen Palmölmarkt, der für den Mai-Kontrakt um 75 auf 2.311 Ringgit anstieg. Am Rohölmarkt zog Brent am Vormittag um 12,9 % und WTI um 14,3 % wieder nach oben. Die Trump-Regierung bunkert mehr Rohöl in den USA ein, um das Kursniveau zu stützen. Moskau reagierte bisher nicht. In Kanada unterstützte ein auf 69,25 Cent gefallener Loonie die Canola-Kurse an der ICE in Winnipeg. Dabei stieg Canola am Nachmittag in Winnipeg mit 464,40 CAD/mt allerdings nur um 0,1 % zum Vortag. In Kanada wurde der Markt zuletzt durch schlechte Margen der Ölmühlen belastet, wodurch mehr Canola in den Export drückte, im März bis zur Monatsmitte immerhin 450.000 mt.

Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Raps 00 (40/9/2)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

351,00

5,00

Mosel FOB

355,00

5,00

Hamburg CIF

-

-

Neuss DDP

359,00

6,00

Hamm DDP

361,00

6,00

Mannheim DDP

358,00

7,00

Quelle: Handel

Sorge um Logistik wächst bei Handel und Industrie
Raps legte dagegen in Paris beim Fronttermin um 1,6 % auf 350 EUR/mt zu. Am Kassamarkt konnte Raps in Frankreich um 5 EUR/mt, in Westdeutschland um 6 bis 7 EUR/mt zulegen. Der weiter auf 1,073 USD/EUR gefallene Eurokurs verteuerte Canolaimporte in die EU, was den Preis letztlich stützte. In Frankreich sprach der Handel von massiven logistischen Problemen im LKW- und Schienenverkehr. Grenzkontrollen und ein drastischer Personalabbau führten zu verspäteten Lieferungen und einem raschen Anstieg der Lieferkosten. Der Shutdown erfolgt jetzt in Westeuropa in großen Schritten, was bereits geringere Personalverfügbarkeit bedeutet. Da Raps zu den Ölmühlen meist über Schiffsfracht abgewickelte wird, gab es weniger Probleme. Rapsöl und Rapsschrot wird aber meist über LKW-Fracht transportiert. Wegen der Pandemie rechnet der Handel mit zunehmenden Problemen in der Logistik.

Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Vortag

Sojaöl FOB Hbg.

685

665

Rapsöl FOB Hbg.

790

790

Palmöl CIF Rott. USD

630

622

Sonnenblumenöl USD FOB

690

690

Quelle: Handel

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