Raps: Ukraine debattiert über Mehrwertsteuer-Regelung

5. Mai 2020 um 17:06 , Der AUDITOR
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HAMBURG. Die Märkte für Canola und Raps tendierten uneinheitlich, in Kanada leicht schwächer, in Westeuropa fester. Druck kam vom Palmöl, stiegen die April-Bestände Malaysias um 19 %. In Kanada läuft die Bestellung der Flächen mit Canola-Saat zur kommenden Ernte. StatsCan will die neuen Anbaudaten Covid19-bedingt erst nach dem 7. Mai bekanntgeben. In Frankreich und Deutschland konzentriert sich das Kaufinteresse für Raps und Canola nur noch auf Liefertermine aus der kommenden Ernte.

In Winnipeg gab der Fronttermine für Canola am Nachmittag um 0,6 % auf 460,60 CAD/mt nach. Raps legte in Paris dagegen um 0,9 % auf 368,50 EUR/mt zu. In Kanada sorgte der schwächere Palmölpreis für leichten Druck auf die Canola-Kurse in Winnipeg. In Malaysia war die Produktion im April um 19 % gestiegen, was Bloomberg bestätigte, wonach die Lagerbestände um 9,2 % auf 1,89 Mo. Mt anstiegen und den höchsten Stand seit Dezember erreichten. Laut Verlader Amspec nahm China nur 1,06 % mehr Palmöl ab, was aufgrund der niedrigen Importe im März und Februar kein Absatzpotential darstellte. Kanadas Handel teilte mit, dass die restlich überwinterten Canola-Erntebestände in Alberta gute Erträge gezeigt haben. In Kanada konnten im letzten Spätherbst gut 10 bis 15 % der Canola wegen des frühen Wintereinbruchs nicht geerntet werden. Auch läuft die Bestellung der Flächen mit Canola-Saat zur kommenden Ernte. StatsCan will die neuen Anbaudaten Covid19-bedingt erst nach dem 7. Mai bekanntgeben. Große Änderungen im Anbau sind vorerst nicht zu erwarten, ist der Canola-Absatz nach China lange nicht auf dem Stand wie vor der Huawei-Krise.

Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Raps 00 (40/9/2)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

365,00

3,00

Mosel FOB

370,00

3,00

Hamburg CIF

-

-

Neuss DDP

377,00

0,00

Hamm DDP

380,00

0,00

Mannheim DDP

379,00

0,00

Quelle: Handel

Rapsangebot aus neuer Ernte sehr zurückhaltend
In der Ukraine fordern Parlamentarier die Wiedereinsetzung der Mehrwertsteuererstattung für Erzeuger, die Raps und  Sojabohnen frei verkaufen wollen, dafür seit 1. Januar 2020 aber keine Erstattung mehr erhalten, weil die Regierung die Ölsaatenverarbeitung im eigenen Land fördern wollte. Dies setzt die Erzeuger unter Druck, nur an die Verarbeiter vor Ort zu verkaufen. Im Parlament soll in nächster Lesung darüber entschieden werden, ob die Regelung bleibt oder eben fällt. In Frankreich und Deutschland konzentriert sich das Kaufinteresse für Raps und Canola nur noch für Liefertermine aus der kommenden Ernte. Das Angebot ist wegen der erneut geringerer EU-Ernte von voraussichtlich 17,33 Mio. mt gegenüber 17,25 Mio. mt im Vorjahr sehr rar.

Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Vortag

Sojaöl FOB Hbg.

685

695

Rapsöl FOB Hbg.

795

795

Palmöl CIF Rott. USD

530

540

Sonnenblumenöl USD FOB

720

720

Quelle: Handel

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