Raps: Trump will Rohöl-Fördermenge erheblich senken
3. April 2020 um 16:00 ,
Der AUDITOR
Die Märkte für Canola und Raps trieben ein Stück weit weg auseinander. In Winnipeg notierte Canola mit 463,30 CAD/mt um 0,5 % niedriger als gestern. Raps stieg dagegen in Paris um 1,2 % auf 363,00 EUR/mt. In Kanada stützte nur ein leicht schwächerer Loonie den Kursverlauf. In Westeuropa zogen die Rapspreise wegen gestiegener Rohölkurses an. Dabei trieben nur zwei Tweets von US-Präsident Donald Trump die Rohölmärkte. Auslöser war eine Mitteilung von Trump, dass er mit seinem Freund Prinz Salman telefoniert habe. Nun erwartet und hofft Trump, dass die Saudis und Russland gemeinsam 10 bis 15 Millionen Barrel an Tagesproduktion vom Markt nehmen werden. Das wäre great für die US-Ölbranche, hieß es. Daraufhin notierte Rohöl am Donnerstag teilweise um 30 % im Plus und schloss letztendlich mit einem Zuwachs von 25 %. Am Freitragmorgen kamen die Rohölwerte kurzzeitig ein gutes Stück weit zurück, erhielten aber zum Nachmittag bereits den nächsten Rally-Schub. Die OPEC-Plus Gruppe soll am Montag konkret per Video-Konferenz über massive Förderdrosselungen beraten, auf die Trump drängt.
Raps-Kassamarkt (Fronttermin)
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Raps 00 (40/9/2) |
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Parität |
EUR/mt |
Veränd. |
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Rouen FOB |
360,00 |
2,00 |
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Mosel FOB |
365,00 |
3,00 |
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Hamburg CIF |
- |
- |
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Neuss DDP |
371,00 |
5,00 |
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Hamm DDP |
374,00 |
5,00 |
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Mannheim DDP |
370,00 |
5,00 |
Quelle: Handel
US-Öl-Schiefer- und US-Ethanolindustrie stehen am Abgrund
Für die USA steht viel auf dem Spiel. Die Öl-Schieferindustrie und US-Ethanolindustrie stehen vor einer gigantischen Pleitewelle, wenn sich der Rohölpreis nicht wieder erholt. Doch wer soll das viele Öl kaufen, wenn in den USA, in Westeuropa und in Teilen Asiens große Teile des Verkehrs wegen Quarantänen aufgrund der Covid19-Pandemie stillstehen. In Westeuropa sprach der Handel von einem volatilen Kursverlauf bei Raps in Paris, mit wechselnden Kursrichtungen je nach Stand der Nachrichtenlage. Die Rapspreise legten zuletzt in Frankreich um bis zu 3 EUR/mt und bei uns an der Rheinschiene um 5 EUR/mt zu. Der Markt bleibt höchst volatil, meinte der Handel.