Raps: Soja zieht den Kassamarkt mit nach oben

11. Mai 2020 um 16:55 , Der AUDITOR
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HAMBURG. Die Märkte für Canola und Raps konnten sich zumindest an den Kassamärkten befestigen. Während Winnipeg auch bei den Terminkursen zulegte, bröckelten die Kurse in Paris leicht ab. In Kanada selbst blieb die Canola-Aussaat deutlich hinter dem Vorjahr zurück. In Westeuropa sorgte Regen für bessere Wachstumsbedingungen für Raps von Frankreich bis in den Baltic-Raum. Der Rohölmarkt stabilisierte sich weiter nach oben.

Canola legte im Handelsverlauf deutlich zu, nachdem der Sojakomplex für ordentlichen Auftrieb gesorgt hatte. Dabei unterstützten Frosteinbrüche rund um die Great Lakes den Kursverlauf. Vor allem machten Gerüchte beim US-Handel die Runde, dass China vier weitere Schiffe US-Sojabohnen gekauft hätte. In Kanada selbst blieb die Canola-Aussaat deutlich zurück. Laut erstem Erntebericht waren in Saskatchewan 7 % der Canola-Fläche bestellt, was einen Rückstand um die Hälfte zum Vorjahr bedeutete. In Manitoba blieb die Aussaat wegen regennasser Böden unter 1 %, in Alberta mit 9,4 % deutlich hinter dem Vorjahresstand von 16,4 % zurück. Die Canadian Grain Commission teilte mit, dass die Canola-Exporte in der Woche bis 3. Mai um 39 % auf 173.000 t zurückgefallen sind, der Inlandsverbrauch mit 398.000 mt dagegen um 2,7 % zur Vorwoche zugelegt hatte. Die Canola-Anlieferungen an den Handel waren um 18,7 % auf 398.000 mt gestiegen, teilten die Experten von MarketsFarm mit. Laut StatsCan soll die Canola-Anbaufläche um 1,6 % auf rund 20,6 Mio. Acres sinken. StatsCan hatte auch die Canola-Lagerbestände per 31. März 2020 auf nur 8,925 Mio. mt geschätzt, gut 12,4 % niedriger als im Vorjahreszeitraum. Der Handel stellte die Schätzungen zu den Lagerbeständen in Frage, wäre dabei die Ernte der überwinternden Feldbestände nicht berücksichtigt worden.

Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Raps 00 (40/9/2)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

371,00

4,00

Mosel FOB

376,00

4,00

Hamburg CIF

364,00

4,00

Neuss DDP

384,00

2,00

Hamm DDP

388,00

2,00

Mannheim DDP

386,00

2,00

Quelle: Handel

Regenfälle verbessern Wachstumsbedingungen für Raps
In Westeuropa entwickelt sich Raps an der Matif mit Kursverlust von 0,5 % schwach. Der Kassamarkt honorierte dagegen den festeren Verlauf beim Sojakomplex in Chicago mit Preisaufschlägen von 4 EUR/mt in Frankreich und von 2 EUR/mt an der Rheinschiene in Deutschland. Der Rohölmarkt stabilisierte sich weiter. Laut SIA Energy sollen Chinas Rohölbestände nach den Lockdown-Aufhebungen im April um 9,5 Mio. Barrel abgenommen haben. Das entspräche einem Wiederanstieg des Tagesverbrauchs von gut 300.000 Barrel. Laut Handel sind seit Mai die neuen OPEC-Kürzungen in Kraft, die aber noch nicht zu einem Gleichgewicht führen werden. Analysten von Rystad Energy gehen davon aus, dass sich die Situation mit sehr niedrigen Rohölpreisen erst ab Jahresmitte langsam entspannen dürfte. Regenfälle dürften die Wachstumsbedingungen für Raps von Frankreich bis in den Baltic-Raum verbessert haben.

Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Vortag

Sojaöl FOB Hbg.

685

680

Rapsöl FOB Hbg.

830

805

Palmöl CIF Rott. USD

527

517

Sonnenblumenöl USD FOB

730

720

Quelle: Handel

 

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