Raps: Palmölbestände fallen auf Jahrestief

16. August 2019 um 13:55 , Der AUDITOR
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HAMBURG. Der Canola- und Rapsmarkt profitierte von steigenden Pflanzenölpreisen. Malaysias Palmölbestände sanken auf Jahrestief. Die weltweiten Rapsölvorräte gehen um 28,5 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Wie wird China künftig die Pflanzenölimporte aber quotieren?

In Kanada zog Canola weiter an. Dabei notierte der Fronttermin an der ICE in Winnipeg um 1 Kanadischen Dollar höher als am Vortag. Laut Experten von MarketsFarm hielten sich die Verarbeitungsmarken der Ölmühlen auf hohem Niveau, was die Verarbeitung anspornte. Der Canola-Crush-Margin-Index verbesserte sich letzte Woche erheblich und erreichte Bestwerte der Saison. Dabei legte auch die Wetterprämie zu. Laut Drew Lerner, Präsident von World Weather Inc., besteht die Möglichkeit, dass die kanadischen Prärien bereits am nächsten Wochenende überdurchschnittlich kalte Temperaturen bekommen werden. Das größte Frostrisiko droht Westkanada. Dabei besteht die Gefahr, dass die noch grünen Schoten nicht ausreifen, was den Ölgehalt vermindert.  

Auch bleibt der Handel optimistisch, dürfte eine höhere Nachfrage nach Pflanzenölen Chinas und Indiens, auch steigende Palmölinlandsnachfrage in Indonesien wegen des B-30 Programms, das im Januar 2020 in Kraft tritt, für festere Canola-Öl-Preise sprechen. Die Exportnachfrage nach Palmöl sorgte für feste Kurse in Malaysia. Nach Angaben des Malaysian Palm Oil Council (MPOB) sanken die Palmölreserven im Juli unerwartet auf ein Jahrestief und erreichten zum Monatsende 2,39 Mio. mt, was auch 0,8 % weniger ist als im Juni. Dabei lieferte auch das USDA in der Augustprognose Argumente für festere Preise. Danach sollen die globalen Endbestände bei Rapsöl in 2019-20 auf 1,86 Mio. mt sinken, was ein Rückgang von 28,5 % zum Vorjahr wäre. Über die Hälfte der globalen Rapsöl-Reserven liegen mit 1,3 Mio. mt in China und sollen 2019-20 auf 0,9 Mio. mt weiter sinken. China und Indien werden ihre Pflanzenölbestände wiederaufbauen, hieß es. Die Pflanzenölimporte Indiens stiegen im Juli gegenüber Juli 2018 um 26 % auf 1,4 Mio. mt. Dennoch erwartet der Handel nur begrenztes Aufwärtspotential, könnte Chinas Wirtschaftsschwäche Peking dazu veranlassen, die Quoten für Pflanzenölimporte zu senken

In Paris holte der Fronttermin um 2 Euro auf 379 EUR/mt auf. In Frankreich wurden heute Vormittag Rapspreise von 375 EUR/mt FOB Rouen und 377 EUR/mt FOB Mosel mitgeteilt. Am Nieder- und Oberrhein stieg Raps für vordere Termine auf 381 EUR/mt FRANKO Mannheim, gut 383 EUR/mt FRANKO Neuss und 386 EUR/mt FRANKO Hamm. Für Termin Oktober-Dezember wurden 389 EUR/mt FRANKO Niederrhein genannt. Rapsöl notierte heute in Hamburg für Termin November-Januar 2020 bei 856 EUR/mt. Rapsextraktionsschrot wurde heute für Augusttermin zu Preisen um 195 EUR/mt Ex Works Mannheim, gut 193 EUR/mt ab Hamm, rund 187 EUR/mt ab Rostock und 188 EUR/mt ab Magdeburg sowie 192 EUR/mt Ex Works Salzgitter angeboten. Die Preise gaben nach.

Der Exportpreis für ukrainischen Raps stieg auf 351,33 EUR/mt (391 US-Dollar) CPT Schwarzmeer. Der ukrainische Handel erwartet einen Preisanstieg auf 392 bis 395 US-Dollar.

 

Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Raps 00 (40/9/2) FOB 

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen

375,00

2,00

Mosel

377,00

2,00

Hamburg

378,00

3,00

Neuss/Hamm

386,00

3,00

Mannheim

381,00

2,00

 

 

 

 

 

 

EU-Rapsernte 2019-20 (Prognose)

EU-Rapssamenernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

Frankreich

3.460

4.950

Deutschland

2.975

3.671

VK

1.716

2.051

Polen

2.804

2.603

Litauen

660

433

Tschechien

1.240

1.411

Ungarn

860

1.000

Rumänien

715

1.600

Bulgarien

392

452

EU-28

17.260

20.370

 

Quelle: USDA, EU-Kommission u. a.

 

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