Raps: Ölmühlen warten auf Ware – Kanada meistert Huawei-Krise

24. Juni 2020 um 14:07 , Der AUDITOR
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HAMBURG. Die Märkte für Canola und Raps zeigten am Mittag beide leichte Kursverluste. Palmöl stieg allerdings in Kuala Lumpur. Die Lage in Kanada wegen der Huawei-Krise könnte sich entspannen. Die Nachfrage für Raps aus der neuen Ernte ist gestiegen.

Der Canola- und Rapsmarkt entwickelte sich am Mittag leicht konträr. Canola profitierte vom stabilen Sojakomplex in Chicago und gestiegenen Palmölkursen in Kuala Lumpur. In Kanada selbst hat Agriculture and Agri-Food Canada die Canola-Endbestände unverändert mit 2,6 Mio. mt für 2019-20 und von 2,3 Mio. mt für 2020-21 bestätigt. Die neuen Flächenschätzungen von Statistics Canada sind für den 30. Juni vorgesehen. Neues gab es auch zur Huawei-Krise mit China. Die bei der wegen Bankbetrugs angeklagten Finanz-Managerin Meng Wanzhou ursprünglich bis Oktober 2020 eingeräumte Anhörungsfrist soll bis April 2021verlängert werden, dem stimmte ein kanadischer Richter auf Benehmen kanadischer Staatsanwälte und Forderungen von Huawei-Anwälten zu. Kanadas Handel erwartet dadurch wieder zunehmende Exportchancen für Canola nach China. Damit hat sich Kanada gewissenmaßen gegen die Interessen der USA durchgesetzt, die eine Auslieferung verlangten.

Terminkurse Canola/Raps (Fronttermine)

Canola (CAD/mt)

473,30

-0,3 %

Raps (EUR/mt)

381,25

-0,6 %

 

Terminkurse Palmöl (Fronttermine)

Palmöl (Ringgit/mt)

2.466

0,8 %

 

Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Rapssaat 00 (40/9/2)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

368,00

1,00

Mosel FOB

382,00

2,00

Hamburg CIF

380,00

-2,00

Neuss DDP

387,00

-2,00

Hamm DDP

387,00

-2,00

Mannheim DDP

387,00

-2,00

Quelle: Handel

Ukrainischer Raps ab August erwartet
In Deutschland wird Raps für neue Erntetermine von den Ölmühlen gesucht. Besonders für ex Erntetermine fehlen noch große Mengen, hieß es aus Handelskreisen. Für die Termine würden staatliche Prämien geboten. Erste Importware aus der Ukraine wird erst ab Anfang August erwartet. Die Preise lagen bei den Ölmühlen für ex Erntetermine bei 387 EUR/mt DDP Lager. Es ist keineswegs ausgeschlossen, dass die Preise noch weiter anziehen. Die Vorstellungen der Erzeuger liegen bei 400 EUR/mt. Wenn aber wieder mehr ukrainischer Raps in die EU importiert wird, davon kann man bei der knappen EU-Rapsernte ausgehen von 18,5 bis 18,7 Mio. mt ausgehen, könnte der Markt wieder etwas unter Druck geraten. Allerdings sehen Analysten den Importbedarf bei Raps bei 6 Mio. mt, mindestens 200.000 mt höher als im Vorjahr.

Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Saldo

Sojaöl FOB Hbg. (EUR/mt)

750

-1,4 %

Rapsöl FOB Hbg. (EUR/mt)

870

0,0 %

Palmöl CIF Rott. (USD/mt)

632

0,3 %

Palmkernöl CIF Rott. (USD/mt)

655

-4,4 %

Sonnenblumenöl (USD/mt)

805

0,0 %

Kokosöl (USD/mt)

920

0,5 %

Quelle: Handel

Rapsextraktionsschrot 00 (34/7)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Hamburg FOB

200,00

-3,00

Niederrhein FOB

209,00

0,00

Quelle: Handel

 

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