Raps: Der Markt wiegt schwer wie Blei

4. Juni 2020 um 17:15 , Der AUDITOR
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HAMBURG. Die Märkte für Canola und Raps konnten sich weiter befestigen. Die Canola-Aussaat kommt in Kanada langsam zum Ende. Die von StatsCan avisierte Fläche dürfte nicht erreicht werden. Rohöl schloss wieder schwächer. Die EU-Rapsimporte zur kommenden Saison werden auf 6 Mio. mt veranschlagt, gut 200.000 mt höher als in der laufenden Saison. Das Geschäft an den Kassamärkten blieb unterentwickelt.

Canola stieg am Nachmittag in Winnipeg um 0,3 % auf 462,70 CAD/mt gegenüber gestern. Raps legte in Paris um 50 Cent auf 374,50 EUR/mt zu. Der Kursanstieg in Kanada war auf höhere Sojakurse in Chicago und der Schwäche des US-Dollars auch gegenüber dem kanadischen Dollar zurückzuführen. Die Canola-Aussaat geht dem Ende zu. Dabei blieben die Wetterbedingungen in Manitoba und Saskatchewan mir 88 % Saatfortschritt gut, in Alberta verhinderte übermäßige Nässe den Fortgang. Aber der Handel ging davon aus, dass die von StatsCan avisierte Anbaufläche von 20,6 Mio. Acres kaum mehr umgesetzt werden könnte. Aber dies bleibt abzuwarten. Im Huawei-Konflikt mit China gab es keine neuen Erkenntnisse. Die Rohölpreise gaben im Handelsverlauf nach und notierten bei Brent mit 39,3 USD/Barrel um 2,8 % und bei WTI bei 36,0 USD/Barrel um 4,0 % niedriger als am Vortag. Der neue DOE-Wochenreport zeigte in den USA zwar Lagerabbau beim Rohöl, aber gleichzeitig massive Zuwächse der Produktlager in den USA, bei Diesel und Heizöl um 9,9 Mio. Barrel und Benzin um 2,8 Mio. Barrel.  Die US-Rohölbestände sanken um 2,1 Mio. Barrel. Allerdings ist der Rückgang auf die gleichzeitige Aufstockung der nationalen Reserve zurückzuführen.

Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Raps 00 (40/9/2)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

364,00

-2,00

Mosel FOB

374,00

1,00

Hamburg CIF

370,00

0,00

Neuss DDP

380,00

-1,00

Hamm DDP

390,00

1,00

Mannheim DDP

384,00

1,00

Quelle: Handel

EU-Rapsimporte im Fokus
Ob die Niederschläge, die derzeit über Europa niedergehen, den Rapssaatbeständen auf den Feldern noch nutzen, bleibt abzuwarten. Das Geschäft an den Kassamärkten blieb jedenfalls unterentwickelt. So gut wie kein Interesse für Raps aus der neuen Ernte, hieß es. Nach Einschätzung von Händlern dürften wegen des schwachen US-Dollars vielmehr Kontrakte über ukrainische Ursprünge geschlossen werden, nachdem die Exporteure die Mehrwertsteuer vom ukrainischen Fiskus zurückerstattet bekommen. Die EU importierte bis 31. Mai gut 5,59 Mio. mt, gut 43 % mehr als im Vorjahr. Die EU-Rapsimporte zur kommenden Saison werden auf 6 Mio. mt  veranschlagt, gut 200.000 mt höher als in der laufenden Saison. Die Rapssaat an der Matif hat sich unterdessen von den Verlusten in der Vorwoche wieder erholt. Vor allem die in den letzten Tagen festeren Notierungen für Palmöl sorgten für Unterstützung.

Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Vortag

Sojaöl FOB Hbg.

740

740

Rapsöl FOB Hbg.

833

833

Palmöl CIF Rott. USD

595

595

Sonnenblumenöl USD FOB

800

785

Quelle: Handel

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