Raps: Kanada trifft beim Anbau auf die Bremse

7. Mai 2020 um 17:07 , Der AUDITOR
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HAMBURG. Die Märkte für Canola und Raps zogen leicht an. Mit großem Interesse war die Schätzung von StatsCan erwartet worden, die wegen der Covid19-Pandemie auf den 7. Mai verlegt worden war. Das zweite wichtige Thema Kanadas war, dass Premierminister Justin Trudeau mit gut 252 Mio. US-Dollar Farmern und Verarbeitern zur Hilfe kommen will, um die Folgen und Ausfälle durch die Pandemie abzumildern. Produktion und Absatz von Palmöl stehen derzeit im krassen Verhältnis.

In Winnipeg konnte sich Canola am Nachmittag nur schwach um 0,2 % auf 462,40 CAD/mt befestigen. Raps legte in Paris um 0,5 % auf 371,00 EUR/mt zu. Mit großem Interesse war die Schätzung von StatsCan erwartet worden, die wegen der Covid19-Pandemie auf den 7. Mai verlegt worden war. Das Ergebnis von 20,6 Mio. Acres lag am unteren Rand der Handelserwartungen, die den Anbau auf 20,5 bis 22,0 Mio. Acres geschätzt hatten. Damit sinkt der Canola-Anbau in Kanada auf unter den Vorjahresstand von knapp 21 Mio. Acres. Dar wäre auf Jahressicht eine Reduktion um 2,5%. Das zweite wichtige Thema Kanadas war, dass Premierminister Justin Trudeau, dessen Frau auch an Covid19 erkrankt war, mit gut 252 Mio. US-Dollar Farmern und Verarbeitern zur Hilfe kommen will, um die Folgen und Ausfälle durch die Pandemie abzumildern. Der Agrarsektor gilt in Kanada als ein wesentlicher Wirtschaftszweig, bei dem vor allem die Fleisch- und Milchindustrie vorübergehend schließen musste.

Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Raps 00 (40/9/2)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

367,00

0,00

Mosel FOB

372,00

0,00

Hamburg CIF

360,00

0,00

Neuss DDP

382,00

1,00

Hamm DDP

385,00

1,00

Mannheim DDP

384,00

1,00

Quelle: Handel

Palmöl bleibt schwach
Keine Unterstützung lieferte der Rohölmarkt über den Biodieselpreis für Raps. WTI sank am Morgen um 0,9 % auf 24,1 USD/Barrel, Brent um 3 % auf 29,8 USD/Barrel. Die US-Rohöllagerbestände sind um weitere 4,6 Mio. Barrel gestiegen. Nach Einschätzung von Rystad Energy wird sich das globale Ungleichgewicht zwischen Rohölangebot und -nachfrage im Mai auf 13,6 Mio. Barrel/Tag halbieren. Im Juni dürfte der Überhang auf 6,1 Mio. Barrel/Tag abschmelzen. Bei Morgan Stanley rechnet man damit, dass sich die weltweite Rohölnachfrage nur langsam vom Tiefststand im April erholen wird. Auch die Lage bei Palmöl blieb flau. Nach Angaben der Malaysian Palm Oil Association stieg die Produktion im April gegenüber dem Vormonat um 19,9 %. Gleichzeitig sank der Import von Pflanzenöl nach Indien, dem weltgrößten Abnehmer, im Laufe des Jahres aufgrund logistischer Probleme um 34 % auf 790.000 mt. Laut Verlader Amspec nahm China im April nur 1,06 % mehr Palmöl ab, was aufgrund der niedrigen Importe im März und Februar kein Absatzpotential darstellte.

Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Vortag

Sojaöl FOB Hbg.

685

685

Rapsöl FOB Hbg.

795

795

Palmöl CIF Rott. USD

530

530

Sonnenblumenöl USD FOB

720

720

Quelle: Handel

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