Raps: Höhere Nachfrage durch Ramadan könnte Pflanzenöl stützen

27. April 2020 um 16:49 , Der AUDITOR
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HAMBURG. Die Märkte für Canola und Raps gerieten leicht unter Druck. Schwache Vorgaben bei Sojabohnen und Sojaöl, sowie beim Rohöl, waren der Hauptgrund. Auch Palmöl gab in Malaysia nach, obwohl die Nachfrage wegen des Ramadans saisonbedingt nach Bangladesch und Pakistan, sowie auch nach Indien, kräftig zulegte. In Westeuropa hält trockene Witterung die Erzeuger davon ab, schon Raps aus der neuen Ernte zu verkaufen.

Die Raps- und Canolamärkte standen zu Wochenbeginn leicht unter Druck. In Winnipeg stieg Canola am Nachmittag zwar um 0,5 % auf 459,00 CAD/mt, in Paris gab Raps jedoch um 0,7 % auf 366,75 EUR/mt nach. In Kanada geriet der Canolamarkt durch schwache Vorgaben bei Sojabohnen und Sojaöl unter Druck. Einzig der schwächere Loonie stützte das Kursniveau leicht ab. Druck kam besonders vom Rohöl. Der Rohölmarkt verzeichnete am Morgen Kursverluste bei WTI von 12,8 % und bei Brent von 5,1 % gegenüber letztem Freitag. Die Analysten von Goldman Sachs halten eine nochmalige Erhöhung der jüngst beschlossenen Produktionskürzungen für unausweichlich. Wenn die OPEC die Rohöl-Fördermenge nicht kürzt, muss in drei Wochen zusätzlich 20 % der globalen Ölförderung bzw. 20 Mio. Barrel/Tag zwangsabgeschaltet werden, hieß es. Etwas Zuversicht versprühten Meldungen darüber, dass Peking plant, die staatlichen Lagervorräte für Sojabohnen um 10 Mio. mt aufzustocken, was über Importe gedeckt werden müsste. Aus Peking hieß es, man würde damit beginnen, dass Phase1-Abkommen mit den USA zu erfüllen. Zudem würden Reserve aufgebaut, um sich gegen Corona-bedingte Störungen abzusichern, meldete der Nachrichtendienst Reuters.

Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Raps 00 (40/9/2)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

362,00

-2,00

Mosel FOB

367,00

-2,00

Hamburg CIF

-

-

Neuss DDP

377,00

0,00

Hamm DDP

378,00

1,00

Mannheim DDP

377,00

0,00

Quelle: Handel

Ramadan führt auch zu höherer Palmöl-Nachfrage
Auch Palmöl gab in Malaysia nach. Dabei sank der Juli-Kontrakt um 57 auf 2.018 Ringgit/t, obwohl sich der Palmölexport wieder leicht belebte. Denn bis 25. April fielen die malaysischen Exporte 8,8 Prozent höher aus als im gleichen Zeitraum im Vormonat. Ein Anstieg der Palmöl-Exporte nach Indien war Hauptgrund, teilten die Experten vom Frachtverlader ITS mit. Hintergrund ist die saisonbedingte höhere Nachfrage durch den Ramadan, die auch in Bangladesch und Pakistan zu höherem Verbrauch führte. In Frankreich gaben die Rapspreise am Kassamarkt leicht nach, was auf gestiegenen Eurokurs und Schiffsankünfte australischer Canolasaat zurückzuführen war. Seit Wochen arbeiten die Ölmühlen nur unter Teillast, weil der Biodieselabsatz wegen Ausgangsperren im Zuge des Shutdowns drastisch zurückgefallen ist. Dabei geht der Handel davon aus, dass die Nachfrage frühestens ab Sommer wieder leicht anspringt, sofern der Reiseverkehr bis dahin etwas gelockert wird. EX Ernte soll der Preis um 9 EUR/t unter den Aprilpreisen liegen

Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Vortag

Sojaöl FOB Hbg.

700

710

Rapsöl FOB Hbg.

800

800

Palmöl CIF Rott. USD

530

535

Sonnenblumenöl USD FOB

730

720

Quelle: Handel

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