Raps: Wieder geöffnete Restaurants in Nordamerika und Geschäfte bei uns stützen Markt

22. April 2020 um 16:45 , Der AUDITOR
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HAMBURG. An den Märkten für Canola und Raps ging es wieder aufwärts. Leicht steigende Rohölpreise und nach Wiederöffnung von Geschäften kommt die Fleischnachfrage in Nordamerika wieder etwas in Schwung, was Raps und Canola über die Schrotkomponente etwas stützte. Auch der Palmölmarkt erhielt etwas Auftrieb. US-Präsident Donald Trump will der US-Ölindustrie mit Staatshilfen in Milliardenhöhe unter die Arme greifen. Das zeigt offenbar Wirkung am Markt, wie lange, das steht auf einem anderen Blatt. Die Öffnung von Restaurants in den USA und Geschäften bei uns erhöht das Infektionsrisiko mit dem Corona-Virus allerdings wieder.

Die Raps- und Canolamärkte zeigten wieder Aufwärtstrend. In Winnipeg stieg Canola am Nachmittag um 1,3 % auf 455,00 CAD/mt, in Paris fiel Raps leicht um 0,3 % auf 366,25 EUR/mt. In Kanada stützten Befestigungen beim Sojaöl und Rohöl die Kursverläufe.  US-Präsident Donald Trump will der US-Ölindustrie mit Staatshilfen in Milliardenhöhe unter die Arme greifen. Dazu hatte Trump seine Energie- und Finanzminister angewiesen, einen Plan auszuarbeiten, um wichtige Unternehmen und Arbeitsplätze zu sichern, hieß es im Tweed. Dies führte zu leichter Kurserholung am Rohölmarkt. Ebenso erholte sich bei Palmöl der meistgehandelte Juli-Termin um 11 auf 2.075 Ringgit/mt. Jüngsten Umfragen zufolge erwarten Frachtdienstleister im April Exportzuwächse zwischen 4,5 und 7,4 Prozent. Dabei blieben die Exportwartungen nach Indien schwach, hatte Indien seine strikte Ausgangssperre bis zum 3. Mai verlängert. Da halft auch nicht, dass das USDA die Palmölproduktion in Malaysia mit 19,7 Mio t um 1,15 Mio t niedriger als im Vorjahr veranschlagte. Die Nachricht Malaysias, das angekündigte B20-Programm auf unbestimmte Zeit zu verschieben, setzten den Markt ebenfalls unter Druck. Aus Kanada wurde bekannt, dass die Ergebnisse der Flächenerhebung zur Canolaernte wegen der Covid19-Pandemie auf den 7. Mai verschoben wurden.

Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Raps 00 (40/9/2)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

367,00

0,00

Mosel FOB

372,00

0,00

Hamburg CIF

-

-

Neuss DDP

373,00

0,00

Hamm DDP

373,00

0,00

Mannheim DDP

373,00

0,00

Quelle: Handel

EX Ernte-Preis um 5 EUR/mt niedriger
In Westeuropa blieben die Kassapreise für Raps stehen. EX Ernte soll der Preis um 5 EUR/t darunter liegen, trifft bei Erzeugern und Handel auf kaum Verkaufsinteresse. In Deutschland halten sich Erzeuger mit Kontraktabschlüssen über die kommende Ernte sehr zurück, wegen der Unsicherheit über die diesjährige Rapsernte und der starken Preisschwankungen in dieser und letzter Saison. Regional wird von vermehrtem Schädlingsbefall durch Rapsglanzkäfer- und Kohlschotenrüssler berichtet, wodurch Erträge verloren gehen können. Beim Kassamarkt bei Pflanzenölen zeigten die meisten Kurse nach unten, was sich aber durch leicht steigende Rohölpreise umkehren dürfte. Die Wiederöffnung von Restaurants in Nordamerika und Geschäften bei uns stützen den Markt. Einige Marktexperten halten die Regierungsentscheidungen über Öffnungen von Geschäften in den USA und in Westeuropa derzeit für sehr riskant, weil bekannt ist, dass eine zweite Infektionswelle bei laxer Handhabung von Sicherheitsabständen und mangelnder Sicherheitsvorkehrungen in den Geschäften das Infektionsrisiko wieder in ungewollte Höhen treiben könnte.

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