Raps: Frostprognosen für Westkanada

14. August 2019 um 14:19 , Der AUDITOR
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HAMBURG. Der Kursverlauf für Canola- und Raps blieb unspektakulär. Dabei unterstützten zuletzt Frostprognosen in Kanada und steigende Palmölpreise den Rapspreis. Die Einführung von B-30 in Indonesien treibt den Palmölpreis. Die Bemühungen Kanadas Regierung, in der Huawei-Krise mit China voranzukommen, liegen leider weiter auf Eis.

In Winnipeg konnte sich der Canolakurs beim Fronttermin knapp über 450 kanadische Dollar halten. In Paris blieb der Fronttermin knapp unter 376 EUR/mt stehen. In Kanada könnten die Farmer im Westen mit frühen Frösten konfrontiert werden, meinten zuletzt Experten von MarketsFarm in Winnipeg. Bereits am 10. August kam es im Nordwesten Albertas zu leichten Frühfrösten. Es besteht die Möglichkeit, dass die kanadischen Prärien bereits am nächsten Wochenende aufgrund der warmen Meerestemperaturen im Golf von Alaska überdurchschnittlich kalte Temperaturen haben werden, teilte Drew Lerner, Präsident von World Weather Inc. mit. Ein ausgedehnter Frost vor der zweiten Septemberwoche könnte zu Ernteschäden führen, berichteten die Experten. Dabei besteht die Gefahr, dass die noch grünen Schoten nicht richtig ausreifen, was den Ölgehalt vermindert. Das schwächere Exportgeschäft bei Canola verhagelt Kanadas Handel gute Umsätze. Das börsennotierte Rohstoff-Streaming-Unternehmen Input Capital muss Personal abbauen, hieß es. Vertriebliche Projekte müssten verschoben werden. Trotzdem blieb der Handel optimistisch, dürfte eine höhere Nachfrage nach Pflanzenölen Chinas, auch die steigende Palmölinlandsnachfrage in Indonesien wegen des B-30 Programms, das im Januar 2020 in Kraft tritt, für steigende Canola-Öl-Preise sprechen.

In Frankreich wurden heute Vormittag Rapspreise von 373 EUR/mt FOB Rouen und 375 EUR/mt FOB Mosel mitgeteilt. Am Nieder- und Oberrhein blieb Raps für vordere Termine bei 379 EUR/mt FRANKO Mannheim, gut 381 EUR/mt FRANKO Neuss und 383 EUR/mt FRANKO Hamm stehen. Für Termin Oktober-Dezember wurden 386 EUR/mt FRANKO Niederrhein genannt. Laut Handel wollen mehr Landwirte erneut ihre Rapsanbaufläche wegen zu niedriger Preise und eingeschränkter Pflanzenschutzmaßnahmen zurückfahren. Rapsöl notierte heute am Niederrhein für Termin Februar-April 2020 bei 814 EUR/mt und für Mai-Juni 2020 bei 808 EUR/mt. Rapsextraktionsschrot wurde heute für Augusttermin zu Preisen um 198 EUR/mt Ex Works Mannheim, gut 194 EUR/mt ab Hamm, rund 191 EUR/mt ab Rostock und 188 EUR/mt ab Magdeburg sowie 193 EUR/mt Ex Works Salzgitter angeboten. Die Preise gaben damit leicht nach.

Der Exportpreis für ukrainischen Raps lag zuletzt bei 349,22 EUR/mt CPT Schwarzmeer. Der ukrainische Handel erwartet einen Preisanstieg auf 392 bis 394 US-Dollar.

 

Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Raps 00 (40/9/2) FOB 

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen

373,00

1,00

Mosel

375,00

-2,00

Hamburg

375,00

-2,00

Neuss/Hamm

383,00

0,00

Mannheim

379,00

0,00

 

 

 

 

 

 

EU-Rapsernte 2019-20 (Prognose)

EU-Rapssamenernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

Frankreich

3.460

4.950

Deutschland

2.975

3.671

VK

1.716

2.051

Polen

2.804

2.603

Litauen

660

433

Tschechien

1.240

1.411

Ungarn

860

1.000

Rumänien

715

1.600

Bulgarien

392

452

EU-28

17.260

20.370

 

Quelle: USDA, EU-Kommission u. a.

 

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