Raps: EU kauft wieder mehr Palmöl

27. Mai 2020 um 17:54 , Der AUDITOR
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HAMBURG. Die Märkte für Canola und Raps entwickelten sich erneut konträr, diesmal mit Kursgewinnen in Winnipeg und Verlusten in Paris. Für Kursunterstützung in Winnipeg sorgten festere Kursverläufe bei Sojabohnen in Chicago. Auch Palmöl befestigte sich beim August-Kontrakt. Die Biodiesel-Nachfrage ist wieder angesprungen, überwiegend westeuropäische Ölmühlen und Biodiesel-Verarbeiter kauften Palmöl. Aus der kommenden EU-Rapsernte werden weniger Vorkontrakte abgeschlossen als im Vorjahr.

Canola stieg am Nachmittag in Winnipeg um 0,9 % auf 466,10 CAD/mt gegenüber gestern. Raps gab in Paris um 0,1 % auf 375,25 EUR/mt nach. Laut kanadischem Handel holte die verspätete Canola-Saat wegen trocknerem Wetter zuletzt auch in der Provinz Alberta auf. Für Kursunterstützung in Winnipeg sorgten vor allem festere Kursverläufe bei Sojabohnen in Chicago, sagten Experten von MarketsFarm. Auch Palmöl befestigte sich beim August-Kontrakt in Kula Lumpur um 114 auf 2.281 Ringit/mt. Nach den niedrigsten Biodieselexporten seit mehr als vier Jahren im April soll der Mai-Export in Malaysia um das Zwei- bis Dreifache auf 15.000 bis 20.000 mt steigen. Die ersten 20 Tage des Exports im Mai haben sich nach Angaben der ITS-Frachtumfrage im Vergleich zu April um mehr als das Vierfache auf 14.400 mt erhöht. Über 90 % der Fracht war für die EU bestimmt, der Rest für Asien-Ozeanien. Die Palmöl-Produktion war laut MPOA-Daten aber auch in den ersten beiden Mai-Dekaden um 11,82 % gegenüber dem Vormonat gestiegen.

Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Raps 00 (40/9/2)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

372,00

1,00

Mosel FOB

377,00

1,00

Hamburg CIF

375,00

3,00

Neuss DDP

387,00

6,00

Hamm DDP

394,00

2,00

Mannheim DDP

389,00

3,00

Quelle: Handel

Palmöl-Importe in die EU nehmen wieder zu
Am deutschen Rapsmarkt haben sich zwar die Preise etwas befestigt, der Handel bleibt aber weiter impulslos. Restmengen der alten Ernte sind verkauft und spielen keine Rolle mehr, mit Verkäufen der kommenden Ernte halten sich die Erzeuger in vielen Regionen komplett zurück, hieß es beim Handel. Auch werden weniger Vorkontrakte abgeschlossen als im Vorjahr, da die Preisvorstellungen zu weit auseinander gehen und die Ertragserwartungen unsicher sind. Die Ölmühlen versorgen sich teilweise vermehrt über Importware. Die Unsicherheit über Qualität und Menge der Rapsernte 2020 schürt die Sorge um die Rohstoffverfügbarkeit und damit um das Rapsölangebot. Insofern kaufte die EU wieder mehr Palmöl, um den Bedarf für Biodiesel abzusichern.

Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Vortag

Sojaöl FOB Hbg.

725

720

Rapsöl FOB Hbg.

831

827

Palmöl CIF Rott. USD

530

530

Sonnenblumenöl USD FOB

765

765

Quelle: Handel

 

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