Raps: Comeback für Canola nach China

28. April 2020 um 17:08 , Der AUDITOR
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HAMBURG. Die Märkte für Canola und Raps konnten sich nach dem Niedergang wieder etwas erholen. Der Druck vom Rohöl blieb zwar. Aber China hat die Wiederaufnahme von kanadischen Canola-Importen zugelassen, hieß es im Handel. In Westeuropa gab es verbreitet erste Niederschläge, wodurch sich die Wachstumsbedingungen für Raps verbessern sollten.

Die Märkte für Raps und Canola tendierten spürbar fester. In Winnipeg stieg Canola am Nachmittag um 0,7 % auf 462,30 CAD/mt, in Paris legte Raps um 1,1 % auf 371,00 EUR/mt zu. In Kanada stabilisierte sich der Canola-Markt ein wenig, nachdem höhere Exporterwartungen bei US-Sojabohnen nach China geäußert wurden. Peking hatte angekündigt, die staatlichen Lagervorräte für Sojabohnen um 10 Mio. mt aufzustocken, um sich gegen Corona-bedingte Störungen abzusichern. Die wichtigste Nachricht betraf die Huawei-Krise mit China. Peking hat kürzlich die Wiederaufnahme der kanadischen Rapsimporte zugelassen, hieß es beim Handel. Vor diesem Hintergrund verringerten Kanadas Farmer den Verkaufsdruck, was zu festeren Canolapreisen führte. Im Dezember 2018 wurde die Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou auf Druck der USA in Kanada verhaftet, was Kanadas Märkte abstürzen ließ. Seitdem lehnte Peking jegliche Canola-Importe aus Kanada ab, was den Markt heftig unter Druck setzte. Auch die saisonbedingt höhere Nachfrage nach pflanzlichen Ölen durch den Ramadan dürfte in wesentlichen Teilen Asiens den Markt unterstützen.

Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Raps 00 (40/9/2)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

361,00

-1,00

Mosel FOB

366,00

-1,00

Hamburg CIF

-

-

Neuss DDP

376,00

0,00

Hamm DDP

380,00

3,00

Mannheim DDP

378,00

1,00

Quelle: Handel

Palmöl-Exporte stabilisieren sich leicht
Palmöl legte in Malaysia leicht zu. Dabei stieg der Juli-Kontrakt um 2 auf 2.020 Ringgit/t. Denn bis 25. April fielen die malaysischen Exporte 8,8 % höher aus als im gleichen Zeitraum im Vormonat. Ein Anstieg der Palmöl-Exporte nach Indien war Hauptgrund, teilten die Experten vom Frachtverlader ITS mit. Hintergrund ist die saisonbedingte höhere Nachfrage durch den Ramadan, die auch in Bangladesch und Pakistan zu höherem Verbrauch führte. In Frankreich gaben die Rapspreise am Kassamarkt erneut leicht nach, was auf gestiegenen Eurokurs zurückzuführen war. In Westdeutschland tendierte Raps im späten Handel etwas fester. Seit Wochen arbeiten die Ölmühlen nur unter Teillast, weil der Biodieselabsatz wegen Ausgangsperren im Zuge des Shutdowns drastisch zurückgefallen ist. Dabei hofft der Handel, dass die Nachfrage spätestens ab Sommer wieder anspringt, sofern der Reiseverkehr bis dahin etwas gelockert wird. EX Ernte soll der Preis um 10 EUR/t unter den Aprilpreisen liegen

Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Vortag

Sojaöl FOB Hbg.

700

710

Rapsöl FOB Hbg.

800

800

Palmöl CIF Rott. USD

530

535

Sonnenblumenöl USD FOB

730

720

Quelle: Handel

 

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