Raps: April-Kontrakte noch nicht aufgebraucht

12. Juni 2020 um 16:30 , Der AUDITOR
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HAMBURG. Die Märkte für Canola und Raps entwickelten sich abwärts, bedingt durch die Schwäche am Rohölmarkt und auch nachgebende Sojaölpreise. Befürchtungen über eine zweite Covid19-Welle sorgen für eher pessimistischen Konjunkturausblick der US-Notenbank. Überhaupt steht der Markt unter Druck, weil Industrie und Handel vor zu großen Wareneindeckungen zurückschrecken. Zudem sind die Lagervorräte wegen höherer Kontrakte im April noch hoch, die erst abgebaut werden müssten.

Canola blieb am Nachmittag in Winnipeg mit 467,10 CAD/mt um 0,6 % unter dem Kurs von gestern. Raps notierte in Paris um 0,3 % schwächer bei 376,00 EUR/mt. Dabei setzte der schwächelnde Sojaölkurs in Chicago und auch erneut eingebrochene Rohölmarkt Canola mit unter Druck. Rohöl gab bei WTI um 6,3 % auf 38,4 USD/Barrel und bei Brent um 6,9 % auf 40,7 USD/Barrel nach. Die US-Rohölbestände lagen mit 538,1 Mio.Barrel um 5,7 Mio. Barrel über der Vorwoche und um 10,8 % über dem Vorjahr. Ein pessimistischer Konjunkturausblick der US-Notenbank sowie in Teilen wiederansteigende Infektionszahlen in den USA ließen große Skepsis aufkommen. Befürchtungen über eine zweite Corona-Welle in den USA schoben sich in den Vordergrund. US-Finanzminister Steven Mnuchin teilte mit, dass Washington keinen zweiten Lockdown zulassen werde, wäre der wirtschaftliche Schaden für die US-Wirtschaft zu groß.

Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Raps 00 (40/9/2)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

364,00

-3,00

Mosel FOB

375,00

-3,00

Hamburg CIF

375,00

-2,00

Neuss DDP

385,00

-2,00

Hamm DDP

391,00

-2,00

Mannheim DDP

382,00

-2,00

Quelle: Handel

In Westeuropa fällt Rapspreis leicht zurück
Der westeuropäische Rapsmarkt verlor wieder an Boden. In Frankreich zog Raps um 3 EUR/mt, in Deutschland um 2 EUR/mt gegenüber dem Vortag zurück. Dabei brachte der USDA-Ölsaatenbericht keine neuen Erkenntnisse für die Rapssaat. Die Welternte soll mit 70,79 Mio. mt das Vorjahresergebnis von 68,2 Mio. mt um 3,7 % übertreffen. Die EU-Rapsernte 2020-21 wird auf 16,8 Mio. mt gegenüber 16,8231 Mio. mt zur aktuellen Saison veranschlagt. Die EU soll laut USDA 6 Mio. mt Raps importieren, rund 200.000 mt mehr als zur alten Saison. Das USDA sieht die EU-Rapsendbestände 2020-21 bei 468.000 mt gegenüber 768.000 mt derzeit, was im Vergleich zu früheren Jahren noch über dem Durchschnitt liegt. Ukrainischer Raps wurde zuletzt für neue Erntetermine unverändert mit 407 USD/mt Fob Odessa angeboten.

Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Vortag

Sojaöl FOB Hbg.

735

735

Rapsöl FOB Hbg.

843

845

Palmöl CIF Rott. USD

602

602

Sonnenblumenöl USD FOB

795

795

Quelle: Handel

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