Raps: AAFC rechnet mit niedrigeren Canola-Beständen

25. Mai 2020 um 17:09 , Der AUDITOR
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HAMBURG. Die Märkte für Canola und Raps tendierten schwächer. Druck kam vom Soja- und Palmölmarkt. Aber Agriculture and Agri-Food Canada (AAFC) senkte seine Bestandsprognosen für die alte und neue Saison. Jedoch verzeichnete Kanada sehr günstige Aussaatbedingungen in den östlichen Prärien. Die Regierung in Kiew geht von nur 966.000 ha Rapsfläche aus, weil 125.000 ha der Trockenheit zum Opfer fielen. In Westeuropa sorgte der Regen für etwas Entspannung an Rapsmärkten.

Canola sank am Nachmittag in Winnipeg um 1,0 % auf 462,50 CAD/mt gegenüber letztem Freitag. Raps gab in Paris um 0,3 % auf 374,00 EUR/mt nach. Aus Kanada wurde mitgeteilt, dass sehr günstige Aussaatbedingungen in den östlichen Prärien den Anbaufortschritt beschleunigt hätten, nur in Alberta wegen Regen und teils Schnee der Fortgang stockte. Auch gab es neue Bestandsschätzungen für Canola. Nach Erhebungen von Agriculture and Agri-Food Canada (AAFC) wurde der Canola-Lagerbestand 2019-20 per Mai auf 2,7 Mio. mt geschätzt, was gut 500.000 mt unter der April-Schätzung läge und durch höhere Inlandsnachfrage sowie Exportnachfrage bedingt wäre. Die Canola-Bestände für 2020-21 werden aufgrund niedriger Anbauflächenschätzungen StatsCans auf nur 2,3 Mio. mt veranschlagt, was um 400.000 mt unter der April-Prognose blieb. Druck kam vom malaysischen Palmölmarkt, wo der Augustkontrakt um 4,6 % auf 2.106 Ringgit einbrach. Dabei hoffte Malaysias Handel, dass Chinas Importe wieder 500.000 mt im Monat erreichen werden. Die Wiederaufnahme Chinas Käufe kam in den letzten Tagen schneller als erwartet, so der Handel. Auch Malaysia und Indien kamen nach dem Regierungswechsel in Malaysia im April wieder ins Geschäft.

Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Raps 00 (40/9/2)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

372,00

0,00

Mosel FOB

377,00

0,00

Hamburg CIF

373,00

1,00

Neuss DDP

379,00

1,00

Hamm DDP

392,00

5,00

Mannheim DDP

386,00

5,00

Quelle: Handel

Regen entspannt Rapsmärkte in Westeuropa  
In Westeuropa sorgte der Regen für etwas Entspannung an Rapsmärkten. Auch ist die Biodieselnachfrage für Termine ab August aufgrund der Lockerung beim Lockdown wieder angesprungen. Gleichzeitig bleiben die Ernteerwartungen zur Rapsernte 2020 eher unterdurchschnittlich. Dies schürt die Sorge um die Rohstoffverfügbarkeit ab August. Wichtigste Ursprungsland für Rapsimporte in die EU ist die Ukraine. 2019 produzierte die Ukraine auf 1,3 Mio. ha rund 3,3 Mio. mt Raps, wovon 2,867 Mio. mt in die EU gingen. 2020 geht die Regierung in Kiew von nur 966.000 ha aus, weil 125.000 ha wegen Trockenheit ausfielen. Bei Durchschnittserträgen von 2,5 bis 2,6 t/ha kann daraus nur eine Ernte von 2,4 bis 2,5 Mio. mt erwachsen, das wäre 800.000 bis 900.000 mt niedriger als im Vorjahr. Dies bedeutet, dass die Ukraine höchstens 1,9 bis 2 Mio. mt Raps exportieren kann.

Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Vortag

Sojaöl FOB Hbg.

715

720

Rapsöl FOB Hbg.

827

827

Palmöl CIF Rott. USD

537

530

Sonnenblumenöl USD FOB

762

762

Quelle: Handel

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