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Quinoa: Perus Ernte soll 15-20% geringer ausfallen

11. Mai 2022 um 10:10 , Der AUDITOR
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LIMA/SUCRE. Wie überall sorgen höhere Produktionskosten auch im südamerikanischen Quinoamarkt für rückläufige Anbauzahlen. Aber nicht überall gibt es für die Erzeuger Alternativen.

Anbauregionen limitieren Alternativen

In den südamerikanischen Anbauländern ist die Quinoaernte in vollem Gang. Wie die Experten von Chelmer Foods berichten, kam es in diesem Jahr allerdings zu einem Wechsel in der Anbaustrategie. So sollen peruanische Erzeuger ihre Flächen für den Anbau von weißer Quinoa deutlich reduziert haben, um gleichzeitig mehr rote Quinoa anzubauen. Marktteilnehmer rechnen daher damit, dass die Preise für weiße Quinoa, die bei den Verbrauchern gängigste Sorte, steigen könnten. Aufgrund höherer Produktionskosten, gerade in den Bereichen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, haben sich die Erzeuger nach Möglichkeit umorientiert, weshalb laut Chelmer Foods in Peru insgesamt 15-20% weniger Quinoa angebaut wurden. Insbesondere der Anbau in den Hochebenen Perus bietet jedoch nur wenige Alternativen.

In Bolivien sei ein ähnlicher Anbaurückgang zu beobachten. Günstige Wetterverhältnisse seit der Aussaat haben sich hier positiv auf die Ernte ausgewirkt und die aus dem Vorjahr gibt es noch größere Bestände an weißer Quinoa.

Im europäischen Spotmarkt liegen die Preise für schwarze Quinoa aus Peru auf einem Niveau von 2,85 EUR/kg FCA Spanien, rote Quinoa wird derweil für 1,90 EUR/kg FCA Spanien angeboten. 

Quinoa, Peru

Sorte

EUR/kg

konventionell, schwarz

2,85

konventionell, rot

1,90

FCA Spanien

EU-Importe sind rückläufig

Laut den Statistiken der Europäischen Kommission importierte die EU im vergangenen Jahr insgesamt 22.979 mt Quinoa aus Drittländern, knapp 11% weniger als im Jahr 2020. Während die Lieferungen aus Peru im Jahresvergleich nur einen geringen Rückgang um 1,6% auf 13.651 mt verzeichneten, schrumpften die Quinoa-Importe aus Bolivien gegenüber 2020 um gut 13% auf 8.552 mt.

Bei den Importen nach Deutschland im speziellen ist dieser Trend sogar noch ausgeprägter. Zwischen August 2021 und Februar 2022 lag die Gesamteinfuhr bei 4.411 mt, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren 5.153 mt. Während die Importe aus Peru laut den Daten des Statischen Bundesamtes um ein Drittel auf 2.139 mt zulegten, ging das Einfuhrvolumen aus Bolivien in diesem Zeitraum um fast 33% auf 1.851 mt zurück. 

Import Quinoa* in EU aus Drittland in mt

Land

2020

2021

Diff.

Peru

13.871

13.651

-1,6%

Bolivien

9.852

8.552

-13,2%

Indien

290

280

-3,4%

Ecuador

378

208

-45,0%

Großbritannien

1.027

47

-95,4%

Andere

257

241

-6,2%

Gesamt

25.675

22.979

-10,5%

Quelle: Europäische Kommission

*10085000 Quinoa “Chenopodium quinoa”

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischarts

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