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Quinoa: Farbige Sorten sind knapp

23. September 2025 um 14:55 , Der AUDITOR
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LIMA/SUCRE. Enttäuschende Erträge sorgen für knappe Verfügbarkeit farbiger Quinoa-Sorten. Das spiegelt sich auch in der Preisentwicklung wider. Die EU hat ihre Quinoa-Importe seit dem ersten Juli um fast 50% gesteigert.

Peruanische Exporte um 11% gesunken

Trotz stabiler Nachfrage zeichnet sich der peruanische Quinoamarkt derzeit durch träge Handelsaktivitäten aus. Während weiße Quinoa ausreichend verfügbar ist, mangelt es bei schwarzer und roter Quinoa an Ware. Dies wirkt sich auch direkt auf das Angebt der Tricolore-Mischung. Infolgedessen bleiben die Preise für weiße Quinoa stabil, während bei den übrigen Sorten ein Aufwärtstrend zu beobachten ist. Laut den Experten von Chelmer Foods exportierte Peru im August 2025 insgesamt 5.008 mt Quinoa, das entspricht einem Rückgang um 11% gegenüber dem Vorjahresmonat. Des Weiteren bleiben die Vorschriften zum Phosphonsäure- und Fosetylgehalt bestehen, dies schränkt die Möglichkeiten peruanischer Exporteure ein, Bio-Quinoa in die EU zu liefern. 

Lage in Bolivien entspannt sich

Bolivianische Händler waren in den vergangenen Monaten mit einer ungünstigen Situation konfrontiert: Während die Rohwarenpreise im einheimischen Markt stiegen, sank der Wechselkurs, was die Gewinnspanne der Exporteure schmälerte. Erst in den vergangenen Wochen hat sich die Situation wieder stabilisiert, was bessere Planbarkeit ermöglicht.

Schmuggelaktivitäten nach Peru aufgrund der geringeren Ernte hatten auch in Bolivien die Preise zunächst steigen lassen. Nachdem sich die Lage nun etwas entspannt hat, sind die Preise für weiße Quinoa sogar wieder leicht gesunken. Aber auch hier bleiben rote und schwarze Quinoa rar und es zeichnet sich sowohl bei der Verfügbarkeit der Tricolore-Mischung sowie bei der Preisentwicklung ein ähnliches Bild wie in Peru ab. 

EU-Importe sind gestiegen

Trotz der höheren Preise und geringeren Verfügbarkeit in Peru sind die Quinoaimporte in die EU zuletzt gestiegen. Zwischen dem 01.07.2025-14.09.2025 legte das Einfuhrvolumen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um satte 46,9% zu. Peru und Bolivien liefern sich dabei ein Kopf-an-Kopf-Rennen der wichtigsten Lieferanten; so konnte Bolivien seine Ausfuhren in die EU gegenüber dem Vorjahr um 56,2% auf 2.539 mt steigern, Peru verzeichnete 30,5% höhere Exporte in EU-Länder und lieferte insgesamt 2.402 mt. Abgeschlagen auf dem dritten Platz liegt Indien mit 741 mt, aber einer beachtlichen Steigerung um 156,4%. Aber auch hier sind die Preise gestiegen und für Quinoa, sortex gereinigt zuletzt bei 761 USD/mt FOB Indien.

Der wichtigste EU-Abnehmer für Quinoa im genannten Zeitraum waren die Niederlande, die ihre Einfuhren um 172,4% auf 1.400 mt steigerten. Es folgen Spanien (+61,8% auf 1.280 mt), Italien (+130,9% auf 836 mt) und Deutschland (-18,4% auf 816 mt). Der Importwert lag mit 14,369 Mio. EUR immerhin 50,4% höher als im Vorjahr und der durchschnittliche Importpreis lag allerdings nur bei 2,40 EUR/kg und damit gerade einmal 2,1% über den 2,35 EUR/kg des Vorjahres. 

EU-Import Quinoa in mt

Partner

2023/24

2024/25

Diff.

Bolivien

1.625

2.539

56,2%

Peru

1.841

2.402

30,5%

Indien

289

741

156,4%

Neuseeland

0

168

-

USA

0

71

-

Marokko

294

0

-100,0%

Andere

19

55

189,5%

Gesamt

4.068

5.976

46,9%

Quelle: DG AGRI TAXUD Customs Surveillance System, 01.07.-14.09.

10085000 Quinoa, “Chenopodium, quinoa”

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