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Quinoa: Enttäuschende Erträge in Peru

12. Juni 2025 um 15:12 , Der AUDITOR
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LIMA/SUCRE. Entgegen den Erwartungen war das Ergebnis der peruanischen Ernte ernüchternd. Das treibt auch die Preise in Bolivien in die Höhe. Im indischen Markt hingegen sind die Preise in den letzten Wochen gesunken.

Hohe Preise trotz neuer Ernte

Die peruanische Quinoaernte kann nicht mit den Erwartungen mithalten. Während die Aussichten während der Blüteperiode vielversprechend waren, zeigte sich während des Ernteprozesses, dass die Erträge vergleichsweise gering ausgefallen sind. Hinzu kommt, dass sich die Ernte gegenüber dem üblichen Zeitraum um rund zwei Monate verzögerte, dies teilten die Experten von Chelmer Foods in ihrem aktuellen Bericht mit. Marktteilnehmer schließen daher nicht aus, dass es kurzzeitig zu Lieferengpässen sowie Preissteigerungen kommen wird, während die Nachfrage zu Saisonbeginn hoch ist. Hinzu kommen Hürden für den Export von Bio-Quinoa in den europäischen Markt aufgrund der aktuellen Beschränkungen in Bezug auf Rückstände von Phosphonsäure und Fosetyl-Aluminium.

Anders als beim Ergebnis der peruanischen Ernte zeigen sich Marktteilnehmer mit den Erträgen in Bolivien zufrieden. Aufgrund der ernüchternden Ernte im benachbarten Anbauland verschiebt sich allerdings die Nachfrage, was die Preise in Bolivien in die Höhe katapultierte. Zudem wird die Preisvolatilität durch die Wechselkursschwankungen befeuert, heißt es bei Chelmer Foods. Damit steht die Preisentwicklung im krassen Gegensatz zu den üblichen Reduktionen zu Beginn einer neuen Saison.

Dieselknappheit sorgt derweil für Verzögerungen beim Ernte- und Transportprozess, während politische Unsicherheit in Anbetracht der bevorstehenden Wahlen für eine angespannte Stimmung sorgen. Zum Beispiel könnten Straßensperren zu Lieferverzögerungen im Inland führen.

Im Gegensatz zu den Preisentwicklungen in Südamerika gaben die Preise für indischen Markt in den letzten Wochen nach. Aktuell wird sortex-gereinigte Quinoa für 654 USD/mt FOB Indien angeboten, während die Preise vor rund einem Monat je nach Anbieter noch bei 675-695 USD/mt FOB lagen.    

Peru und Bolivien bleiben vorerst Top-Lieferanten

Die EU-Importe im Zeitraum 01.07.2024 bis 08.06.2025 liegen um knapp 47,8% höher als im Vorjahreszeitraum. Peru ist hier mit 10.277 mt und einer Steigerung von fast 42% der wichtigste Lieferant, nur knapp gefolgt von Bolivien, welches seine Lieferungen in die EU um knapp 35,8% auf 10.254 mt steigern konnte. Deutlich abgeschlagen auf Platz 3 liegt Indien, dessen Exporte in die EU dennoch eine massive Steigerung von 650,3% auf 1.283 mt erzielen konnte. Die wichtigsten Abnehmerländer in der EU waren im genannten Zeitraum Deutschland (+25,8% auf 5.260 mt), die Niederlande (+49,1% auf 4.070 mt) und Spanien (+98,7% auf 3.140 mt). Der Importwert der bisherigen Saison 2024/25 beläuft sich auf 58,129 Mio. EUR, im Vergleich zu 35,763 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. 

EU-Import Quinoa in mt

Partner

2023/24

2024/25

Diff.

Peru

7.244

10.277

41,9%

Bolivien

7.549

10.254

35,8%

Indien

171

1.283

650,3%

Marokko

0,002

294

14.699.900,0%

Neuseeland

0,880

117

13195,5%

Andere

305

349

14,4%

Gesamt

15.270

22.574

47,8%

Quelle: DG AGRI TAXUD Customs Surveillance System, 01.07.-08.06.

10085000 Quinoa, “Chenopodium, quinoa”

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