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Quinoa: Bunte Quinoa bleibt teuer

13. November 2025 um 11:51 , Der AUDITOR
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LIMA/SUCRE. Die Märkte in den südamerikanischen Anbauländern haben sich stabilisiert. Ab dem Jahreswechsel seien allerdings anziehende Preise zu erwarten. EU-Länder haben ihre Importe in dieser Saison um 26% erhöht.

Stabiler Markt in Peru

Wie die Experten von Chelmer Foods in ihrem aktuellen Bericht mitteilten, zeigt sich der peruanische Quinoamarkt trotz geringerer Nachfrage weiterhin stabil. Weiße Quinoa ist ausreichend verfügbar, was das Preisniveau festigt. Eine neue Ernte brachte eine kleine, zusätzliche Menge bunter Quinoa auf den Markt, allerdings ist das Angebot noch immer knapp. Des Weiteren schränken die bestehenden Vorschriften zu Phosphonsäure- und Fosetylgehalt die Möglichkeiten peruanischer Exporteure ein, Bio-Quinoa in die EU zu liefern. 

Boliviens Bestände vorerst ausreichend

In Bolivien haben die Preise für weiße Quinoa etwas nachgegeben. Rote und schwarze Quinoa hingegen sind nach wie vor knapp, was insbesondere die Preise für Quinoa-Mischungen nach oben treibt, so Chelmer Foods. Wechselkursschwankungen bleiben ein kritischer Faktor für Exporteure. Nach den jüngsten Wahlen tritt Bolivien nach fast zwei Jahrzehnten unter der Führung der MAS in eine stärker marktorientierte Phase ein. Die neue Regierung legt den Schwerpunkt auf makroökonomische Stabilität, Investitionen und Exportdiversifizierung – davon soll auch der Quinoasektor profitieren können. Im Moment sieht es so aus, als würden die Quinoabestände in Bolivien ausreichen, um den Bedarf bis zur neuen Ernte im April/Mai 2026 zu decken. Ab dem Jahreswechsel könnte es allerdings zu steigenden Preisen kommen, wenn die Vorräte zur Neige gehen. 

EU-Importe deutlich über Vorjahr

EU-Länder haben ihre Quinoaimporte weiter gesteigert. Zwischen dem 01.07.2025-09.11.2025 legte Einfuhrvolumen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 26,0% auf 10.506 mt zu. Laut den Daten der Europäischen Kommission liegt der durchschnittliche Importpreis mit 2,37 EUR/kg sogar rund 2% unter dem des Vorjahres.

Peru und Bolivien weiterhin dicht beieinander; so konnte Peru seine Ausfuhren in die EU gegenüber dem Vorjahr um 11,9% auf 4.470 mt steigern, Bolivien verzeichnete 16,5% höhere Exporte in EU-Länder und lieferte insgesamt 4.158 mt. Abgeschlagen auf dem dritten Platz liegt Indien mit 1.284 mt, aber einer beachtlichen Steigerung um 213,2%.

Spanien war der wichtigste Abnehmer für Quinoa innerhalb der EU, das Land erhöhte seine Einfuhren gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 116,2% auf 2.530 mt. Es folgen die Niederlande (+59,2% auf 2.080 mt), Deutschland (-5,8% auf 1.780 mt) und Italien (+65,4% auf 1.720 mt). 

EU-Import Quinoa in mt

Partner

2024

2025

Diff.

Peru

3.993

4.470

11,9%

Bolivien

3.570

4.158

16,5%

Indien

410

1.284

213,2%

USA

0,050

311

n.v.

Neuseeland

0,002

216

n.v.

Andere

368

67

-81,8%

Gesamt

8.341

10.506

26,0%

Quelle: DG AGRI TAXUD Customs Surveillance System, 01.07.-09.11.

10085000 Quinoa, “Chenopodium, quinoa”

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