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Panikverkäufe im Gewürzmarkt

21. Juli 2017 um 09:33 , Der AUDITOR
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GUJARAT. Im indischen Gewürzmarkt ging es diese Woche turbulent zu. Rasante Preisanstiege, ausbleibender Regen und Panikverkäufe bestimmen das Marktgeschehen.

Kreuzkümmel

Der Kreuzkümmel-Markt verzeichnete diese Woche einen rasanten Preisanstieg. Analysten erwarten, dass die Nachfrage in den kommenden Wochen stark anziehen wird. Denn, je länger der Monsun-Regen anhält, desto schlechter wird die Qualität. Die zunehmende Feuchtigkeit tut den Samen alles andere als gut. Die FOB-Preise für Kreuzkümmel, Grade A, 99% Reinheit sind von 2.512 EUR/mt auf 2.616 EUR/mt gestiegen.

Koriander

Händler, die versuchen für Koriander höhere Preise durchzusetzen haben derzeit keine Chance. Zum einem machen das üppige Angebot, die schleppende Nachfrage und angekündigte Regenfälle in Zentral Indien ordentlich Druck und zum anderen sind Importe aus der Ukraine und Russland, trotz eines Importzolls von 36% ab einem Preis von 588 EUR/mt, deutlich günstiger. Somit sind die FOB-Preise für Koriander, Eagle 5% Split von 769 EUR/mt auf 726 EUR/mt eingebrochen.

Kurkuma

Die Aussaat in den Hauptanbauregionen Telanga, Tamil Nadu und Maharshtra hat verzögert. Schuld daran ist der Mangel an Regen. Die Monsun Regenfälle sind deutlich kleiner ausgefallen als normalerweise üblich. In Tamil Nadu wurden bisher nur 10-15% der Ackerflächen bestellt, letztes Jahr um diese Zeit waren es dagegen bereits 50-60%. So sind etwa die FOB-Preise für Kurkuma, Finger Salem, Double Polished sind von 1.027 EUR/mt auf 1.072 gestiegen.

Senfsaat

Senfsaat verzeichnete diese Woche zwar einen rapiden Preisanstieg, doch geben Analysten Entwarnung. Demnach werden die hohen Preise die Käufer im Inland abschrecken. Zudem befinden sich die Preise für andere pflanzliche Öle auf einem niedrigen Niveau, die Rekordernte der Saison 2016/17 drückt noch immer auf die Preise und es wurde verstärkt Senföl importiert. Einzig die stabile Nachfrage, seitens der Industrie, verhindert weitere Preisrückhänge. Senfsaat, klein, maschinengereinigt notiert bei 610-653 EUR/mt FOB.

Chilis

Panik hat viele verzweifelte Bauern dazu gezwungen ihre Ware möglichst schnell zu verkaufen. Das Problem: Es gibt nicht genug Kühlhäuser um die Ware zu lagern. Die Preise mögen im Moment zwar stabil sein, doch werden die Bauern, aufgrund des Überangebots, kaum lukrative Preise in der nächsten Saison erzielen, was viele davon abringen dürfte Chili weiter anzubauen. Analysten rechnen gar mit einem Rückgang der Aussaat von 40-50%. Chili, S4, ohne Stiel notiert bei 1.193 EUR/mt FOB.

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