Ölsaaten - Öle

Olivenöl: Preise um mehr als 250% gestiegen

15. November 2023 um 10:07 , Der AUDITOR
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IZMIR. Lange haben Marktteilnehmer darauf warten müssen, nun hat der Tariş Oliven- und Olivenölverband endlich die lokalen Marktpreise für Olivenöl aus der aktuellen Saison bekanntgegeben. Derweil soll die Produktion von Oliven und Olivenöl in der Türkei dieses Jahr wieder deutlich geringer ausfallen.

Tariş gibt Marktpreise bekannt

Nach langer Zeit hat der Tariş Oliven- und Olivenölverband nun die mit Spannung erwarteten lokalen Marktpreise für Oliven und Olivenölprodukte für die Saison 2023/2024 veröffentlicht. Während der Preis für Natives Olivenöl extra in der vergangenen Saison bei 81 TRY/kg lag, veranschlagt die Tariş nun 295 TRY/kg, das entspricht einem Preisanstieg um 264%. Laut dem Vorsitzenden des Tariş Oliven- und Olivenölverbandes, Hilmi Sürek, ist dieser höhere Preis wichtig, um die Produzenten in ihrer Arbeit zu bestärken und das Erzeugnis zu wertzuschätzen. Sürek teilte alklerdings auch mit, dass weitere Preisanpassungen im Saisonverlauf möglich seien, je nach demd, wie sich der Markt entwickle.

Infolge der Bekanntgabe der Preise durch die Tariş, legten die Preise für Oliven und Olivenöl um freien Markt ebenfalls zu. Während grüne und schwarze Oliven für die Ölgewinnung im Vorjahr noch für 40-70 TRY/kg gehandelt wurden, liegen die Preise nun bei 80-120 TRY/kg. Die Preise für Natives Olivenöl extra lagen im Verkauf letztes Jahr 500-725 TRY/5kg-Kanister, dieses Jahr soll der Kilopreis bei 390 TRY liegen und der 5-Kilokanister für 1.500-1.950 TRY verkauft werden. 

Rekordexporte aus der Türkei

Derweil teilte der Vorsitzende des National Olive and Olive Oil Council, Mustafa Tan, mit, dass die Türkei in diesem Jahr 179.300 mt Olivenöl sowie 442.000 mt Tafeloliven produzieren dürfte. In der Türkei gäbe es aktuell 171 Mio. ertragreiche Olivenbäume und 31 Mio. weitere, die aktuell keinen Ertrag abwerfen. „Letztes Jahr haben wir 421.000 mt Olivenöl und 735.000 mt Tafeloliven produziert. Nach einem solchen Jahr ist die Produktion natürlich aufgrund des Zustands der Olivenbäume viel geringer. Im Vergleich zum letzten Jahr ist der Ertrag pro Baum um 55,7% auf 7,9 kg gesunken. Die Gesamtmenge der Oliven ist im Vergleich zum Vorjahr um etwa 55% zurückgegangen.  Insgesamt wurden 1,342 Mio. Öl- und Tafeloliven produziert. Die Menge an Tafeloliven ist im Vergleich zum Vorjahr um ca. 39,8% gesunken und ging von 765.000 mt auf 442.000 mt zurück. Der Rückgang bei Olivenöl ist in diesem Jahr stärker ausgefallen. Die Olivenölproduktion, die im Jahr 2023 bei 421.000 mt lag, ist auf 179.300 mt zurückgegangen.“ Weiter sagte Tan: „Letztes Jahr haben wir 421.000 mt Olivenöl und 735.000 mt Tafeloliven produziert. Nach einem solchen Jahr ist die Produktion natürlich aufgrund des Zustands der Olivenbäume viel geringer. Im Vergleich zum letzten Jahr ist der Ertrag pro Baum um 55,7% auf 7,9 kg gesunken. Die Gesamtmenge der Oliven ist im Vergleich zum Vorjahr um etwa 55% zurückgegangen. Insgesamt wurden 1,342 Mio. Öl- und Tafeloliven produziert. Die Menge an Tafeloliven ist im Vergleich zum Vorjahr um ca. 39,8% gesunken und ging von 765.000 mt auf 442.000 mt zurück. Der Rückgang bei Olivenöl ist in diesem Jahr stärker ausgefallen. Die Olivenölproduktion, die im Jahr 2022 bei 421.000 mt lag, ist auf 179.300 mt zurückgegangen. Das ist eine Zahl, die sowohl unsere Exporte als auch unseren Verbrauch auf dem heimischen Markt abdecken kann. Letztes Jahr erreichte unser Land zu Beginn des Zeitraums eine Produktion von 480.000 mt, zusammen mit den Vorräten aus dem Vorjahr. Etwa 300.000 mt davon wurden ins In- und Ausland geliefert, ein neuer Rekord. Somit lagen die Saisonanfangsbestände bei rund 180.000 mt. Zusammen mit den knapp 180.000 mt aus diesem Jahr kommen die Olivenölbestände auf 360.000 mt. Selbst wenn unsere Exporte wie im letzten Jahr ein Rekordniveau von 150.000 mt erreichen und unser maximaler Inlandsverbrauch bei 160.000 mt liegt, ist es möglich, dass wir noch immer mit einem Überhang von etwa 50.000 mt in das nächste Jahr gehen werden.“

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