Olivenöl: Kampf gegen Exportbeschränkungen

14. August 2024 um 15:15 , Der AUDITOR
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IZMIR. Obwohl die türkischen Olivenexporte rückläufig sind, wurde ein deutlich größerer Gewinn erzielt, da der durchschnittliche Exportpreis um fast 50% gestiegen ist. Die türkischen Marktteilnehmer kämpfen indes gegen die geltenden Exportbeschränkungen für Olivenöl.

Deutschland ist wichtigster Abnehmer

In den ersten zehn Monaten der Saison 2023/24 exportierte die Türkei 65.325 mt Tafeloliven. Das liegt deutlich unter den 84.749 mt, die im Vorjahreszeitraum verschifft wurden, gleichzeitig ist der Exportwert allerdings um 15% auf 175 Mio. USD gestiegen. Der Grund dafür ist, dass der durchschnittliche Exportpreis in dieser Saison um satte 49,5% auf 2,69 USD/kg geklettert ist. Davut Er, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Board of Directors of the Aegean Olive and Olive Oil Exporters' Association, erklärte, dass das erhoffte Exportziel von 200 Mio. USD damit durchaus realistisch ist. Insgesamt liefert die Türkei ihre Tafeloliven in insgesamt 116 Länder. Von den eingenommenen 175 Mio. USD entfallen knapp 137 Mio. USD auf schwarze und etwa 39 Mio. USD auf grüne Oliven. Die wichtigsten Abnehmerländer waren dabei Deutschland, der Irak und Rumänien.

Unsicherheit muss beseitigt werden

Fikret Akova, Vorstandsvorsitzender des Board of Directors of the Tariş Olive and Olive Oil Agricultural Sales Cooperatives Union, gab indes an, dass das erklärte Ziel sei, dass die Beschränkungen für die Ausfuhr von losem und in Fässern abgefülltem Olivenöl nach Oktober vollständig aufgehoben werden. Das seit dem 1. August 2023 geltende Exportverbot für Olivenöl wurde im vergangenen Monat bereits gelockert und durch eine 50.000-Tonnen-Quote ersetzt. Die bis zum 1. Oktober 2024 geltende Ausfuhrgenehmigung für 50.000 mt Olivenöl in loser Schüttung und in Fässern reiche jedoch nicht aus, um die Unsicherheit in diesem Sektor zu beseitigen. Die Vertreter des Sektors fordern eine vollständige Aufhebung des Exportverbots, um die Erneuerung der Exportverträge für die neue Saison nicht zu beeinträchtigen. Es heißt, dass sich noch rund 150.000 mt Olivenöl in den Lagern befinden und dass die Aufstockung dieser Bestände mit der neuen Ernte hohe Kosten und das Risiko des Verderbens des Produkts mit sich bringt. Aus diesem Grund müsse die Unsicherheit des Exportverbots schnell beseitigt werden. Zudem erhebt die EU eine hohe Steuer von 1,28 EUR/kg auf abgepacktes Olivenöl aus der Türkei, während die EU-Länder untereinander keine Einfuhrkosten erheben.

Bezüglich der Preisentwicklung gehen Marktexperten davon aus, dass die bereits rückläufigen Preise für Olivenöl in Europa weiter sinken werden. Allerdings dürften sie im Normalfall nicht unter den Listenpreis der Tariş fallen, solange es keine außergewöhnlichen Vorkommnisse gibt, sagt Akova.

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