Ölsaaten: Soja steigt, Palmöl fällt

23. November 2020 um 13:39 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

CHICAGO/HAMBURG. Markt- und Preistrends am Mittag mit Einschätzungen des Handels. Brasiliens Trockenheit befeuert den Markt. Raps zeigt unterschiedliche Entwicklungen für alte und neue Ernte. Neu Exportzahlen aus Malaysia entfalten Wirkung.

Sojabohnen: Argentiniens Anbaufläche sinkt
Die Kurse für US-Sojabohnen kratzen knapp die Marke von 12 USD/Bushel, ein sensationeller wie seit Juni 2016 nicht mehr. Für die ungebrochen bullische Marktstimmung sorgt vor allem die anhaltende Dürre in Südamerika. In Brasilien mussten rund 750.000 ha der Anbaufläche umgebrochen werden und neu ausgesät werden. Die trockenen Bedingungen ließen die ursprüngliche Saat nicht auflaufen, hieß es. Aus diesem Grund erwartet der Handel eine spätere Ernte im kommenden Jahr. In Argentinien schätzt die Getreidebörse in Buenos Aires die Anbaufläche auf nur 17,2 Mio. ha mit einer Produktion von 46,5 Mio. mt. Zuvor war man von 19 Mio. ha Anbaufläche und einer Ernte von 55 Mio. mt ausgegangen.

Terminkurse -Soja (Fronttermine)

Sojabohnen (USD/bu)

1.196,25

0,5 %

Sojaschrot (USD/bu)

399,00

0,1 %

Sojaöl (USD/bu)

39,09

0,4 %


Sojaschrot-Kassamarkt

Sojaschrot LP (44/7) FOB

Parität/EUR/t

12/20

01/21

02/20

05/21

Rotterdam

403,00

4009,00

395,00

371,00

Hamburg

400,00

398,00

393,00

366,00

Mainz

411,00

408,00

402,00

378,00

Straubing

423,00

422,00

422,00

391,00

Quelle: Handel

Tendenz: Rotterdam +3, Hamburg +3, Mainz +3, Straubing +0

Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Saldo

Sojaöl FOB Hbg. (EUR/mt)

990

0,0 %

Rapsöl FOB Hbg. (EUR/mt)

1.040

1,4 %

Palmöl CIF Rott. (USD/mt)

935

1,0 %

Palmkernöl CIF Rott. (USD/mt)

1.215

-2,5 %

Sonnenblumenöl (USD/mt)

1.220

2,5 %

Kokosöl (USD/mt)

1.490

7,1 %

Quelle: Handel

Raps: Palmöl bricht etwas ein
Die Rapssaat konnte in Paris für Ware aus alten Ernte leicht zulegen. Dagegen gaben die Termine für neue Ernte 2021/22 leicht nach. Das vergleichsweise hohe Preisniveau hat Handel und Erzeuger zu weiteren Geschäften am Kassamarkt ermutigt. Auch Canola legte in Kanada zu. Palmöl konnte das gestiegene Kursniveau nicht halten. Laut Verlader AmSpec Agri Malaysia fielen die Exporte in den ersten beiden Dekaden des Novembers um 16,25 % auf 908.443 mt zurück. Dies war nach August jedoch erst die zweite negative Exportbilanz innerhalb der vergangenen acht Monate. Die schwächeren Vorgaben belasteten auch Sojaöl.

Terminkurse Canola/Raps (Fronttermine)

Canola (CAD/mt)

578,20

0,2 %

Raps (EUR/mt)

415,25

-0,2 %

 

Terminkurse Palmöl (Fronttermine)

Palmöl (Ringgit/mt)

3.288

-1,7 %


Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Rapssaat 00 (40/9/2)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

422,00

1,00

Mosel FOB

421,00

1,00

Hamburg CIF

410,00

3,00

Neuss DDP

419,00

4,00

Hamm DDP

418,00

4,00

Mannheim DDP

418,00

4,00


Quelle: Handel            

Rapsextraktionsschrot 00 (34/7)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Hamburg FOB

289,00

2,00

Niederrhein FOB

281,00

2,00

Quelle: Handel

 

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Ölsaaten
18.08.2026
WASHINGTON, D.C./KYJIW. Mit dem aktuellen WASDE-Report hält das USDA an seinen positiven Ernteprognosen für die Saison 2026/2027 fest. Marktteilnehmern zufolge könnte es im Sonnenblumenölmarkt zu Verschiebungen kommen. EU-Länder verzeichneten zwischen Juli und Mitte August wieder hohe Importe aus Argentinien.
Nüsse
17.08.2026
NEU-DELHI/REUS. Der indische Erdnussmarkt steht nach den jüngsten Preisrückgängen und angesichts höherer Ernteerwartungen unter Druck. Der INC hat neue Schätzungen für die globale Erdnussproduktion 2026/27 bekanntgegeben.
Ölsaaten
13.08.2026
NEU-DELHI/SEOUL. Die Sesampreise sind zuletzt deutlich gefallen, während die Importe nach China und Südkorea sanken. In Indien verlagert sich der Anbau zwischen den Regionen.
Öle
12.08.2026
ANKARA. Vertreter der türkischen Branche sind empört über den zusätzlichen Einfuhrzoll, der in den USA auf Olivenöl erhoben wird. Die Produktion und der Export stehen vor zahlreichen Herausforderungen. Die Preise sind zudem unverhältnismäßig hoch.