Ölsaaten: Märkte am Mittag

8. Juli 2020 um 11:59 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

CHICAGO/HAMBURG. Markt- und Preistrends am Vormittag mit ersten Einschätzungen des Handels. Chinas USDA-Attaché sorgt für einige Überraschung. Agreste legt neue Ernteprognose vor. Mit Informationen zur Preisentwicklung bei Pflanzenölen.

Sojabohnen: Chinas Importnachfrage angeblich niedriger
Gewinnmitnahmen und veränderte Wettermeldungen mit mehr Regen trübten die Stimmung in Chicago wieder ein. Dabei gingen US-Fonds bei Sojabohnen überwiegend long, weil der US-Handel wegen hoher Exporte Brasiliens bessere Exportchancen für US-Sojabohnen nach China sah. Von erwarteten Sojaexporten Brasiliens in Höhe von 85 Mio. mt in der Saison sind nach Exporten von 62 Mio. mt bis Ende Juni nur noch 23 Mio. mt verfügbar. Nun korrigierte der USDA-Attaché für China die Sojaimporterwartungen für 202-21 auf 91 Mio. mt herunter. Die Juni-Prognose des USDA lag noch bei 96 Mio. mt. Chinas Sojabohnen-Produktion wird um 0,5 höher auf 18 Mio. mt geschätzt. Mit Blick auf den WASDE-Report am Freitag erwarten Analysten eine Korrektur der US-Sojabohnenernte und der Welt-Sojabohnenbestände leicht nach oben. 

Terminkurse -Soja (Fronttermine)

Sojabohnen (USD/bu)

891,25

-0,8 %

Sojaschrot (USD/bu)

293,00

-1,0 %

Sojaöl (USD/bu)

28,76

1,1 %


Sojaschrot-Kassamarkt 

Sojaschrot LP (44/7) FOB

Parität/EUR/t

7/20

8/20

9/20

10/20

Rotterdam

296,00

295,00

298,00

299,00

Hamburg

291,00

291,00

292,00

293,00

Mainz

303,00

303,00

306,00

306,00

Straubing

322,00

322,00

324,00

324,00

Quelle: Handel

Tendenz: Rotterdam +0, Hamburg +0, Mainz +0 Straubing +0


Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Saldo

Sojaöl FOB Hbg. (EUR/mt)

765

0,6 %

Rapsöl FOB Hbg. (EUR/mt)

860

-0,6 %

Palmöl CIF Rott. (USD/mt)

602

-5,2 %

Palmkernöl CIF Rott. (USD/mt)

670

-7,6 %

Sonnenblumenöl (USD/mt)

810

-0,7 %

Kokosöl (USD/mt)

870

-3,4 %

Quelle: Handel


Raps: Westeuropas Rapsernte unterbrochen
In Kanada hielt übermäßige Nässe in Teilen Albertas und Saskatchewans den Canola-Kurs stabil. In Paris stiegen die Kurse, nachdem Agreste die neue Prognose über Frankreichs Rapsernte in Höhe von 3,37 Mio. mt präsentierte, gut 3,7 % unter dem Vorjahr. Druck kam vom Palmölmarkt, malaysisches Palmöl brach gestern um 1,4 % auf 2.359 Ringgit-mt ein. Auch die Kassamarktpreise in Rotterdam und Hamburg zeigten bei Palmöl massive Preisverluste. Doch die Tatsache, dass kaum Raps am westeuropäischen Markt physisch angeboten wird, stützte den Markt. Schlechtere Margen der Ölmühlen dürften für wieder nachgebende Rapspreise sprechen.

Terminkurse Canola/Raps (Fronttermine)

Canola (CAD/mt)

464,00

0,3 %

Raps (EUR/mt)

385,75

1,5 %

 

Terminkurse Palmöl (Fronttermine)

Palmöl (Ringgit/mt)

2.359

-1,4 %


Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Rapssaat 00 (40/9/2)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB*

373,00

2,00

Mosel FOB*

382,00

2,00

Hamburg CIF*

378,00

0,00

Neuss DDP*

385,00

1,00

Hamm DDP*

385,00

1,00

Mannheim DDP*

385,00

1,00

Quelle: Handel             *Preisbewertungen zur neuen Ernte

Rapsextraktionsschrot 00 (34/7)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Hamburg FOB*

202,00

0,00

Niederrhein FOB*

195,00

-2,00

Quelle: Handel

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Ölsaaten
18.08.2026
WASHINGTON, D.C./KYJIW. Mit dem aktuellen WASDE-Report hält das USDA an seinen positiven Ernteprognosen für die Saison 2026/2027 fest. Marktteilnehmern zufolge könnte es im Sonnenblumenölmarkt zu Verschiebungen kommen. EU-Länder verzeichneten zwischen Juli und Mitte August wieder hohe Importe aus Argentinien.
Nüsse
17.08.2026
NEU-DELHI/REUS. Der indische Erdnussmarkt steht nach den jüngsten Preisrückgängen und angesichts höherer Ernteerwartungen unter Druck. Der INC hat neue Schätzungen für die globale Erdnussproduktion 2026/27 bekanntgegeben.
Ölsaaten
13.08.2026
NEU-DELHI/SEOUL. Die Sesampreise sind zuletzt deutlich gefallen, während die Importe nach China und Südkorea sanken. In Indien verlagert sich der Anbau zwischen den Regionen.
Öle
12.08.2026
ANKARA. Vertreter der türkischen Branche sind empört über den zusätzlichen Einfuhrzoll, der in den USA auf Olivenöl erhoben wird. Die Produktion und der Export stehen vor zahlreichen Herausforderungen. Die Preise sind zudem unverhältnismäßig hoch.