Ölsaaten: Märkte am Mittag

6. Juli 2020 um 11:48 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

CHICAGO/HAMBURG. Markt- und Preistrends am Vormittag mit ersten Einschätzungen des Handels. Mit zusätzlichen Informationen zur Marktlage in der Ukraine und Kanada.

Sojabohnen: Hitze in den USA, Brasiliens abschmelzende Sojabestände
Der US-Sojabohnenmarkt konnte seine Positionen bei Bohnen, Schrot und Öl nach den Feierlichkeiten zum Independence Day am Wochenende am Vormittag wieder ausbauen. Trockenheiße Wetterprognosen sorgten für Preisauftrieb in den USA. In den USA setzt sich die Erkenntnis durch, dass brasilianische Sojabohnen knapper werden. Brasilien hat laut Getreideexportverband Anec bereits 62 Mio. mt der erwarteten 85 Mio. mt Sojabohnen im laufenden Wirtschaftsjahr exportiert. Damit verbleiben bis zum Anschluss an die kommende Ernte 2021 nur noch 23 Mio. mt für den Export. Der gestiegene Eurokurs begrenzte den Sojaschrotpreisanstieg in Deutschland.

Terminkurse -Soja (Fronttermine)

Sojabohnen (USD/bu)

898,00

0,4 %

Sojaschrot (USD/bu)

295,70

0,9 %

Sojaöl (USD/bu)

28,12

-0,4 %


Sojaschrot-Kassamarkt 

Sojaschrot LP (44/7) FOB

Parität/EUR/t

7/20

8/20

9/20

10/20

Rotterdam

298,00

297,00

298,00

300,00

Hamburg

292,00

292,00

293,00

294,00

Mainz

304,00

304,00

307,00

307,00

Straubing

322,00

322,00

324,00

324,00

Quelle: Handel

Tendenz: Rotterdam +2, Hamburg +2, Mainz +2 Straubing +3

Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Saldo

Sojaöl FOB Hbg. (EUR/mt)

760

0,0 %

Rapsöl FOB Hbg. (EUR/mt)

855

0,0 %

Palmöl CIF Rott. (USD/mt)

590

-0,9 %

Palmkernöl CIF Rott. (USD/mt)

660

-4,5 %

Sonnenblumenöl (USD/mt)

810

-0,7 %

Kokosöl (USD/mt)

900

0,0 %

Quelle: Handel

Raps: Kursrückgang in Paris
Der Canola- und Rapsmarkt startete mit leichten Kursverlusten in Winnipeg und sichtbaren in Paris in die neue Woche. Der Grund für den schwächeren Kursverlauf sah der Handel bei der ukrainischen Griwna, die Rapsimporte nach Westeuropa verbilligt. Auch der gestiegene Eurokurs setzte die Importpreise für Raps unter Druck. Die deutsche Rapsernte steigt um 10,6 % auf 3,13 Mio. mt, die polnische um 7,4 % auf 2,47 Mio. mt und Frankreichs um 2,6 % auf 3,55 Mio. mt. Dadurch dürfte sich Angebot doch etwas erholen. In Kanada spielt das Wetter verrückt. Nach Regenstürmen kam es im Südwesten und Westen mehrfach zu Überschwemmungen mit Hochwasserwarnungen. Die Farmer befürchten dort bereits höheren Schaden durch Staunässe. Ukrainischer Raps soll zu Preisen um 378 EUR/t CPT Odessa angeboten werden.

Terminkurse Canola/Raps (Fronttermine)

Canola (CAD/mt)

458,90

-0,4 %

Raps (EUR/mt)

376,75

-2,9 %

 

Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Rapssaat 00 (40/9/2)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

369,00

-1,00

Mosel FOB

378,00

-1,00

Hamburg CIF

378,00

0,00

Neuss DDP

384,00

1,00

Hamm DDP

384,00

1,00

Mannheim DDP

384,00

1,00

Quelle: Handel

 

Rapsextraktionsschrot 00 (34/7)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Hamburg FOB

201,00

-1,00

Niederrhein FOB

222,00

0,00

Quelle: Handel

 

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Bio-Rohstoffe
16.07.2026
ASUNCIÓN. Verzögerungen bei der Ernte bergen Risiken für die Qualität der diesjährigen Ernte. Dramatische Frostereignisse wie im Vorjahr sollen aber ausbleiben. Erzeuger haben Rekordflächen besät.
Ölsaaten
16.07.2026
NEU-DELHI/ISLAMABAD. Im indischen Sesammarkt gehen die Anlieferungen aus der Sommerernte zurück. Die Aussaat für die Herbsternte bleibt weit hinter dem Vorjahr. Auch in anderen Ländern geben die Erzeuger anderen Feldfrüchten den Vorzug.
Ölsaaten
15.07.2026
WASHINGTON, D.C./SOFIA. Zum Drittem Mal in Folge wurde die weltweite Sonnenblumenkernproduktion 2026 nach oben korrigiert. Das Juli-Wetter ist entscheidend für die Entwicklung der Ernten in Europa.
Nüsse
13.07.2026
NEU-DELHI/BUENOS AIRES. Die Preise für indische Erdnüsse steigen weiter und werden durch eine geringere Aussaat und staatliche Käufe gestützt. In Argentinien kämpfen die Produzenten mit einem hohen Feuchtigkeitsgehalt, dennoch bleibt das Land der wichtigste Lieferant für die EU.