Ölsaaten - Öle

Ölsaaten: Märke am Vormittag

30. Juni 2020 11:16, Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

CHICAGO/HAMBURG. Markt- und Preistrends am Vormittag mit ersten Einschätzungen des Handels.

Sojabohnen: US-Broker schließen Wendepunkt im Markt nicht aus
Der US-amerikanische Sojamarkt könnte vor einem kleinen Wendepunkt stehen, hieß es im Handel. Sollten sich heute Abend im USDA-Erntebericht eine höhere Anbaufläche für Sojabohnen bestätigen, sind Kurseinbrüche um bis zu 5 % nicht auszuschließen. Umgekehrt würde keine Flächenänderung den Kurs vermutlich nach oben unterstützen. Die US-Sojaanbaufläche wird vom Handel bei 84,7 Millionen Acres gesehen, gut 11 % über dem Vorjahr. Im Crop Progress-Report erhöhte das USDA die Soja-Bonitierung um 1 Prozentpunkt auf 731 % zur Vorwoche. Die US-Exportinspektion lag mit 324.512 mt um 27 % über der Vorwoche. Bis 25. Juni wurden 11,9 Mio. mt US-Sojabohnen verschifft, was 55 % unter dem Vorjahr lag. Der wöchentliche NOPA-Crush bei Sojabohnen wird beim Handel bei 180 und 182 Mio. Bushel gesehen, was 6 % über dem Vorjahr liegen würde. Sojaschrot gab in Westeuropa deutlich nach.

Terminkurse -Soja (Fronttermine)

Sojabohnen (USD/bu)

870,50

0,8 %

Sojaschrot (USD/bu)

281,20

-0,4 %

Sojaöl (USD/bu)

27,82

2,9 %


Sojaschrot-Kassamarkt 

Sojaschrot LP (44/7) FOB

Parität/EUR/t

7/20

8/20

9/20

10/20

Rotterdam

288,00

287,00

288,00

288,00

Hamburg

282,00

282,00

282,00

282,00

Mainz

296,00

295,00

296,00

296,00

Straubing

319,00

319,00

317,00

319,00

Quelle: Handel

Tendenz: Rotterdam -3, Hamburg -3, Mainz -3, Straubing +0


Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Saldo

Sojaöl FOB Hbg. (EUR/mt)

735

-0,7 %

Rapsöl FOB Hbg. (EUR/mt)

855

-1,8 %

Palmöl CIF Rott. (USD/mt)

618

-2,3 %

Palmkernöl CIF Rott. (USD/mt)

720

-2,8 %

Sonnenblumenöl (USD/mt)

795

-1,3 %

Kokosöl (USD/mt)

910

-1,1 %

Quelle: Handel

Raps: AmSpec meldete höhere Palmölexporte
In Kanada gab StatsCan ihre Schätzung zur Canola-Anbaufläche mit 20,78 Mio. Acres um nur 100.000 Acres niedriger bekannt als im Report davor. Der Handel hatte einen Rückgang um 300.000 Acres erwartet. Gegenüber dem Vorjahr sinkt der Canola-Anbau um 1,3 % (20,956 Mio. Acres). Heute Vormittag meldete der Verlader AmSpec Palmölexporte Malaysias von 1,629 Mio. mt, gut 28,7 % über dem Vormonat. Jedoch stieg die Palmölproduktion in Malaysia den ersten 20 Juni-Tagen um 5,08 % gegenüber Mai. In Frankreich legte Raps am Kassamarkt leicht zu. Gestern waren die Preise am Niederrhein deutlich gefallen

Terminkurse Canola/Raps (Fronttermine)

Canola (CAD/mt)

474,10

0,7 %

Raps (EUR/mt)

375,50

0,3 %

 

Terminkurse Palmöl (Fronttermine)

Palmöl (Ringgit/mt)

2.341

-1,2 %


Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Rapssaat 00 (40/9/2)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

363,00

1,00

Mosel FOB

377,00

1,00

Hamburg CIF

376,00

0,00

Neuss DDP

379,00

-4,00

Hamm DDP

379,00

-4,00

Mannheim DDP

379,00

-4,00

Quelle: Handel

 

 

 

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Ölsaaten
20.01.2022
NEU-DELHI/ABUJA. Nigeria konnte sich mit seinem Sesam weiter in das Bewusstsein europäischer Käufer kämpfen, was sich vor allem auch in den Importen nach Deutschland in dieser Saison widerspiegelt. Indien kann sich dagegen noch lange nicht erholen.
Ölsaaten
20.01.2022
MOSKAU/OTTAWA. Ende Dezember meldeten osteuropäische Agrarmedien, dass Russland die Beschränkung der Leinsaatexporte in Betracht ziehen könnte. Kasachstans Leinsaatexporte sind im Vergleich zur Vorsaison um 34% zurückgegangen, Lieferungen nach China gab es kaum. Deutschland bezog in dieser Saison einen Großteil seiner bisherigen Leinsaatimporte aus Russland.
Ölsaaten
20.01.2022
SOFIA/PEKING. Gute Inlandsnachfrage vor dem Chinesischen Neujahrsfest sorgt für anhaltend hohe Preise für chinesische Sonnenblumenkerne. Im osteuropäischen Markt sorgen wiederum hohe Preise für fehlendes Kaufinteressen.
Ölsaaten
19.01.2022
PRAG/ANKARA. Im tschechischen Blaumohnmarkt ist zu Beginn des neuen Jahres noch ruhig. Die November-Exporte fielen deutlich besser als im Vorjahr und bilden einen starken Kontrast zu den schwachen Ergebnissen der beiden Vormonate.